
Free Spaces 2026: Stadt Wien stärkt konsumzwangfreie Clubkultur im öffentlichen Raum
Kaup-Hasler/Czernohorszky/Novak: „Konsumzwangfreie Clubkultur ist ein fixer Bestandteil einer lebendigen Stadtkultur“
Die Stadt Wien und die Vienna Club Commission (VCC) führen das Projekt _Free Spaces_ auch 2026 fort und stellen damit erneut rechtlich abgesicherte Flächen für nicht-kommerzielle und konsumzwangfreie Clubkultur im öffentlichen Raum zur Verfügung. Nach einer mehrjährigen Pilotphase wurde _Free Spaces_ im vergangenen Jahr erstmals als internationales Best-Practice-Beispiel umgesetzt und wird nun weitergeführt. Möglich wurde die Fortsetzung des Projekts durch die geschäftsgruppenübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Stadt Wien.
Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Finanzstadträtin Barbara Novak verweisen gemeinsam auf die Bedeutung von _Free Spaces_ für das zeitgenössische Kulturleben, die verantwortungsvolle Nutzung des öffentlichen Raums sowie den nachhaltigen und effizienten Einsatz öffentlicher Mittel. Das bewährte Modell bietet Kulturschaffenden Planungssicherheit sowie Raum für künstlerische Experimente, Begegnung und neue Formen kultureller Teilhabe.
CLUBKULTUR ALS TEIL URBANER LEBENSQUALITÄT
Kulturstadträtin VERONICA KAUP-HASLER betont, dass Clubkultur „weit mehr ist als Unterhaltung“ und „zentrale Räume für Austausch, künstlerische Entwicklung und gesellschaftliche Vielfalt“ eröffnet. Gerade diese offenen, experimentellen Formate seien „essenziell für ein lebendiges zeitgenössisches Kulturleben in einer wachsenden Stadt wie Wien“. _Free Spaces_ ermögliche genau diese Form der kulturellen Teilhabe und mache Orte nutzbar, die für junge Kulturschaffende und Kollektive sonst nicht zugänglich wären. Damit leiste das Projekt „einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt, zur Förderung neuer künstlerischer Ausdrucksformen und zur nachhaltigen Stärkung zeitgenössischer Kultur im öffentlichen Raum“, erklärt die Kulturstadträtin.
Wirtschaftsstadträtin BARBARA NOVAK betont zudem: „Die Wiener Clubs sind Orte der Begegnung, die Menschen unterschiedlicher Lebensrealitäten zusammenbringen. Und für viele sind sie ein wichtiger sozialer Anker. Eine lebendige Clubkultur ist auch ein Standortfaktor: Sie trägt wesentlich dazu bei, Wien für junge Talente, Studierende und internationale Fachkräfte attraktiv zu halten“, so die Wirtschaftsstadträtin. „Gerade in herausfordernden Zeiten leistet die Vienna Club Commission hervorragende Arbeit für die Branche. Mit dem Projekt schaffen wir einen nachhaltigen kulturellen und wirtschaftlichen Mehrwert, und die Unterstützung kommt direkt bei den Kulturschaffenden an. Sie ermöglicht Projekte abseits kommerzieller Zwänge – offen und zugänglich für alle“, führt die Stadträtin weiter aus.
Auch Klimastadtrat JÜRGEN CZERNOHORSZKY sieht in _Free Spaces_ ein gelungenes Beispiel für die verantwortungsvolle Nutzung öffentlicher Räume. Wien brauche, so Czernohorszky, „Orte, an denen sich die Wienerinnen und Wiener ohne Konsumdruck entfalten können – mit Rücksicht auf Umwelt und Umfeld“. _Free Spaces_ schaffe genau diesen Rahmen, indem kulturelle Aktivitäten in geordneten und abgestimmten Strukturen ermöglicht würden. Das Projekt verbinde „kulturelle Freiheit mit einem bewussten Umgang mit dem öffentlichen Raum“ und zeige, wie „Kultur und ökologische Verantwortung miteinander in Einklang gebracht werden können“.
RECHTSSICHERHEIT UND KLARE STRUKTUREN
Im Unterschied zu informellen oder rechtlich unsicheren Veranstaltungsorten bietet _Free Spaces_ eine strukturierte und abgesicherte Lösung für nicht-kommerzielle Club- und Kulturformate. Die Rahmenbedingungen wurden in den vergangenen Jahren in enger Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und VCC erarbeitet, erprobt und laufend weiterentwickelt. Auch 2026 stehen transparente Abläufe und Planungssicherheit für Veranstalter:innen im Mittelpunkt, um kreative Projekte verlässlich und konfliktfrei umsetzen zu können.
MARTINA BRUNNER, Geschäftsführerin der VCC, hebt die Bedeutung dieser Strukturen für die Szene hervor: „_Free Spaces_ ist aus einem konkreten Bedarf der Wiener Clubszene entstanden. Viele Kollektive wollen Veranstaltungen im öffentlichen Raum umsetzen – der rechtliche und bürokratische Aufwand steht jedoch für viele eine Hürde dar. Mit _Free Spaces_ schaffen wir gemeinsam mit und für die Szene und im Austausch mit der Stadt Wien einen klaren, leistbaren und rechtssicheren Rahmen, der Konzepte nicht-kommerzieller Clubkultur ermöglicht. Veranstalter:innen haben durch dieses Projekt die Möglichkeit Praxiserfahrung in der Veranstaltungsorganisation zu sammeln, niederschwellig ihre eigene Community aufzubauen und schrittweise den Übergang in etablierte Clubstrukturen vorzubereiten.“
DAVID PRIETH, Projektmanagement _Free Spaces_: „Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung braucht es niederschwellig zugängliche, soziale Räume, in denen Menschen unterschiedlicher Hintergründe jenseits von Konsumzwang positiv miteinander in Interaktion treten können. _Free Spaces_ schafft genau solche Orte: offen, inklusiv und gemeinschaftlich organisiert. Diese Formate ermöglichen Begegnung auf Augenhöhe, fördern kulturelle Selbstermächtigung und stärken soziale Bindungen im urbanen Raum. Damit sind Projekte wie _Free Spaces_ nicht nur kulturpolitisch relevant, sondern demokratiepolitisch unverzichtbar.“
BEWÄHRTES KONZEPT MIT NACHHALTIGEM MEHRWERT
Die bisherigen Projektjahre haben gezeigt, dass das Konzept funktioniert: Zahlreiche Veranstaltungen konnten erfolgreich umgesetzt werden, ohne dass es zu relevanten Nutzungskonflikten oder Lärmbeschwerden kam. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig gesicherte organisatorische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen für nicht-kommerzielle Veranstaltungsformate im öffentlichen Raum sind.
Für _Free Spaces_ 2026 wird diese Unterstützung weiter ausgebaut: Die MA 48 übernimmt die logistische Unterstützung vor Ort, insbesondere im Bereich Abfallmanagement, und die Wirtschaftsagentur Wien unterstützt die Bereitstellung der notwendigen Stromversorgung. Die Fortsetzung von _Free Spaces _2026 stellt damit sicher, dass diese Angebote auch künftig möglich bleiben, strukturell abgesichert sind und nachhaltig weiterentwickelt werden können.
Micòl Didi
Projektmitarbeit & Kommunikation
press@viennaclubcommission.at
+43 670 652 2600
Philipp Stoisits
Mediensprecher
StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler
philipp.stoisits@wien.gv.at
+43 1 4000 81175
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender