
Kollektivvertragsabschluss in der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie
Per 1. Februar 2026: Erhöhung plus 3,2 % bei Mindest-KV und Ist-KV sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro brutto
Am Dienstag, den 20. Jänner 2026, wurden die Kollektivvertragsverhandlungen in der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie (vormals Mineralölindustrie) abgeschlossen. Die VertreterInnen des Fachverbandes der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie (FVEK) auf ArbeitgeberInnen-Seite und die Gewerkschaften GPA und PRO-GE auf ArbeitnehmerInnen-Seite einigten sich auf einen neuen Lohn- und Gehaltsabschluss.
Das Verhandlungsergebnis sieht ab 1. Februar 2026 für die ArbeiterInnen und Angestellten eine Erhöhung von 3,2 % der monatlichen Ist-Bezüge und der KV-Mindestbezüge vor. Die prozentuelle Anpassung wird durch eine Einmalzahlung von 400 Euro brutto ergänzt, die von den ArbeitnehmerInnen alternativ auch in Form einer Freizeitoption von einem Tag in Anspruch genommen werden kann.
Die Lehrlingseinkommen und die Zulagen werden ebenso um 3,2 % erhöht.
Im Rahmenrecht wurden einige Verbesserungen vereinbart, wie zum Beispiel im Bereich der Pflege und Hospizkarenz, eine Erhöhung des Urlaubsausmaßes bei Behinderung und Flexibilisierungen bei Regelungen der Lehrlinge. Die Arbeitsgruppe „Branchenaustausch“, die sich mit den Herausforderungen der Transformation der Energierohstoff- und Kraftstoffindustrie beschäftigt, wird fortgesetzt.
Die Verhandlungen basieren auf einer rollierenden Inflation von 3,52%.
Die Verhandlungen waren von Beginn an von gegenseitigem Respekt, Sachlichkeit und Verantwortung geprägt. Beide Seiten haben ihre Position klar vertreten und den Blick in die Zukunft gewahrt.
Mit diesen Kollektivvertragsabschluss wird ein starkes Signal für Zukunftsorientierung gesetzt mit wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Verantwortung.
Von diesem Kollektivvertragsabschluss sind etwa 4.500 Beschäftigte, davon ca. 3.600 Angestellte und ca. 900 ArbeiterInnen (inklusive Lehrlinge) erfasst. (PWK025/JHR)
Wirtschaftskammer Österreich
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