#LKGmündbleibt nach Gespräch mit Landesrat Kasser: Wir kämpfen weiter für unsere Gesundheitsversorgung

#LKGMÜNDBLEIBT NACH GESPRÄCH MIT LANDESRAT KASSER: WIR KÄMPFEN WEITER FÜR UNSERE GESUNDHEITSVERSORGUNG

Nach vielen Protesten und Mahnwachen in Gmünd und auch bei den monatlichen Landtagssitzungen und einem Überraschungsbesuch bei der Landeshauptfrau, war es am 22. Jänner endlich so weit. Der Verein LKGmündbleibt wurde zu einem Gespräch mit Landesrat Kasser und somit zum ersten Mal zu einem Gespräch mit einem zuständigen Landesregierungsmitglied nach St. Pölten eingeladen.

Wir haben nicht viel mehr erwartet als nette Worte und mehr haben wir auch nicht bekommen. Bei der Gelegenheit konnten wir mehr als 25.000 Unterschriften für den Erhalt des Landesklinikums Gmünd übergeben. Die Landesregierung hat von Anfang an über die Köpfe der Menschen in der Region hinweg entschieden und es lange nicht einmal für Wert befunden, die Betroffenen wirklich zu informieren. Wir haben gerade deswegen den Verein LKGmündbleibt gegründet. Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie unsere Gesundheitsversorgung vor Ort zusammengekürzt und unser Krankenhaus zugesperrt wird. Genauso wie viele andere Menschen in Niederösterreich, die ebenfalls für den Erhalt ihrer Gesundheitsinfrastruktur kämpfen.

ARGUMENTE FÜR DIE SCHLIESSUNG DES KRANKENHAUSES IN GMÜND SIND NICHT SERIÖS

Die Argumente, die im Rahmen des Gesundheitspaktes 2040+ für die Schließung des Krankenhauses in Gmünd angeführt werden, sind unseriös und wenig glaubwürdig. Das Landesklinikum Gmünd ist nicht am Ende seiner Lebenszeit.

Es ist weder baufällig noch asbestbelastet, es ist barrierefrei und funktionstüchtig – und seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer Teil der regionalen und überregionalen Gesundheitsversorgung. Die Frage, warum es dennoch geschlossen werden soll, lässt sich nur so beantworten: Der Bezirk Gmünd gilt politisch als vernachlässigbar. Es gibt hier zu wenige Stimmen für landesweite Wahlen. So wurde Gmünd zum einzigen Krankenhausstandort in Niederösterreich erklärt, der vollständig vom Netz gehen soll.

Was von den Entscheidungsträgern als „Verschwörungstheorie“ abgetan wird, ist für die Menschen vor Ort längst Realität: Patientinnen und Patienten warten stundenlang auf ein freies Bett. Sekundärtransporte verzögern sich massiv, weil neue Rettungsverträge Fahrzeuge vorsehen, die in der Region gar nicht stationiert sind. Selbst umgerüstete Hubschrauber müssen bei Schlechtwetter notlanden. Vom Akutfall bis zum Routine-Transport gleicht das System einem medizinischen „Reise-nach-Jerusalem“ – wer Glück hat, bekommt Hilfe, wer Pech hat, bleibt zurück.

Und während der Gesundheitspakt 2040+ offiziell Versorgungssicherheit verspricht, wird ein funktionierendes Krankenhaus demontiert. Ziel ist die Schließung im Jahr 2027 – auffallend passend zum politischen Wahlkalender. Ein Auffangnetz? Fehlanzeige. Ein gleichwertiger Ersatz? Nicht vorgesehen. Eine solidarisch finanzierte Gesundheitsversorgung für die Region? Nicht erkennbar.

Stattdessen werden den Gmünderinnen und Gmündern leere Versprechen serviert:

Kürzere Wartezeiten, weil Betten abgebaut werden. Bessere Versorgung, weil ein Krankenhaus verschwindet. Und als Trostpflaster ein privater Investor, dessen Projekt weder ein belastbares Konzept noch klare Vereinbarungen zwischen Land und Betreiber erkennen lässt. Ob dieses Vorhaben überhaupt noch existiert, ist inzwischen selbst für Insider unklar.

WIR GEBEN NICHT AUF

Die Landespolitik will uns nun mit Gesprächen besänftigen, während ohnehin schon alles entschieden ist. Wir werden aber nicht aufgeben und weiter kämpfen. Denn Gmünd steht nicht alleine. Überregional formiert sich Widerstand gegen die Aushöhlung des öffentlichen Gesundheitssystems. Eine neue Plattform fordert die Wiederaufschnürung des Gesundheitspakts 2040+ – nicht aus Prinzip, sondern aus Verantwortung. Für eine echte Reform. Eine Reform, die Versorgung verbessert, statt sie abzubauen. Die wirtschaftlich sinnvoll ist, volkswirtschaftlich tragfähig und regional gerecht.
Die Obfrau des Vereins LKGmündbleibt Tamara Schönsgibl begrüßt diese gemeinsame Initiative: “Aus wenigen Stimmen einer benachteiligten Region werden viele Stimmen eines gemeinsamen Anliegens: Gesundheit ist kein politisches Spiel. Unsere Spitäler sind keine Verhandlungsmasse.”

#LKGmündbleibt
Tamara Schönsgibl
Telefon: 06644591685
E-Mail: info@lkgmuendbleibt.at

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