
TMW ist der Wissenschaft auf der Spur
Jahresschwerpunkt 2026 vermittelt Hintergründe von Forschung und Wissenschaft
Wissenschaftskommunikation rückt 2026 ins Zentrum des Technischen Museums Wien. Mit neuen Ausstellungen und Themenschwerpunkten macht das TMW wissenschaftliche und technologische Zusammenhänge für ein breites Publikum erlebbar. Der Besuchsrekord im vergangenen Dezember – dem erfolgreichsten Monat in der Geschichte des Museums – unterstreicht die hohe Nachfrage nach verständlicher und zeitgemäßer Vermittlung von Wissenschaft und Technik; ab Mai 2026 erhält das TMW zudem eine neue wirtschaftliche Geschäftsführerin.
Ein Eckpfeiler der Wissenschaftskommunikation im Jahr 2026 ist die neue Dauerausstellung „Wissenschaft im Wandel“. Neun Themenbereiche von Quantenphysik über Astronomie bis hin zur Gehirnforschung schaffen auf 800 m² mit interaktiven Stationen und Objekten aus der TMW-Sammlung ein Bewusstsein, wie Wissen entsteht und welche Wege es nimmt. Die Dauerausstellung vermittelt nicht nur die Faszination für Naturwissenschaften, sondern schafft auch ein Verständnis für die Abläufe in der Wissenschaft und damit die Grundlage ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz.
FORSCHUNG IM TMW
Die Intensivierung der eigenen Forschungsaktivitäten ist die konsequente Weiterführung der Bemühungen des TMW, einer breiten Öffentlichkeit wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln und die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Mit dem Abschluss des vom BMWKMS geförderten mehrjährigen Forschungsprojekts „[Re]Framing Colonial Infrastructures“, das die Beteiligung österreichischer Ingenieure und Unternehmen in kolonialen Infrastrukturprojekten in Ägypten, Namibia, Brasilien und Indien untersucht hat, werden die Erkenntnisse mit einer Online-Ausstellung der interessierten Öffentlichkeit nahegebracht. Das dazugehörige Recherche-Portal gibt auch Forschenden die Möglichkeit, die untersuchten TMW-Bestände zu sichten und von der Transkription und Zusammenführung zahlreicher Dokumente zu profitieren.
FORSCHUNGSAUSSTELLUNG: forschung.tmw.at/reframing
RECHERCHEPLATTFORM: forschung.tmw.at/decolonial
WAS TEXTIL UND TECHNIK VERBINDET
Mit der Sonderausstellung „Textil und Technik“ wird 2026 die internationale Zusammenarbeit von drei europäischen Technikmuseen mit einem neuen Ausstellungszyklus fortgeführt, in Zuge dessen das TMW, DASA Arbeitswelt (Dortmund) und Parque de las Ciencias (Granada) jeweils eine Sonderausstellung konzipieren, die anschließend auch in den anderen Museen zu sehen sein werden. Diese Kooperation ermöglicht es, Perspektiven auszutauschen und eine nachhaltige Museumspraxis zu etablieren, um Sonderausstellungen ein zweites und drittes Leben zu geben. Ab Herbst 2027 wird im TMW die Sonderausstellung von Parque de las Ciencias zum Thema „Heiß und Kalt“ zu sehen sein und 2028 der Beitrag von DASA Arbeitswelt über „Schlaf“.
INNOVATIONEN IM FOKUS
Der Innovation Corner, der österreichischen Ideenreichtum und innovative Technologien vorstellt, startet im Februar 2026 einen Ausstellungszyklus, der in Zusammenarbeit mit Verbund entsteht. Acht Projekte, die Verbund in Zusammenarbeit mit Start-ups verwirklicht hat, und die die Zukunft der nachhaltigen Stromversorgung sichern, sind in der ersten von zwei Bespielungen bis August zu sehen.
SONDERPROGRAMM ZUM EUROVISION SONG CONTEST 2026
Anlässlich des in Wien stattfindenden 70. ESC zeigt das TMW im Mai 2026 in und vor dem Festsaal Glanzlichter aus der Geschichte des Eurovision Song Contests: Interaktive Medienstationen, unter anderem mit einem ESC-Quiz, und ein Nonstop-Kino geben Besucher:innen die Möglichkeit, die Siegertitel der letzten Jahre nachzuhören und anhand der Liedbeiträge mehr über die Geschichte einzelner Titel zu erfahren. Sonderführungen zum Thema Musik sowie Workshops mit dem Thema „Einstieg in die Musikproduktion“, die im hauseigenen Tonstudio stattfinden, sowie die Möglichkeit, ESC-Lieder auf der Karaokebühne in der Music Lounge des TMW zu singen, runden das Programm ab.
WISSENSVERMITTLUNG UND INNOVATIVE SAMMLUNGSBEREICHE
Fünf Jahre nach der Gründung der Abteilung Software Archive and Collection (SAC) besteht seit Herbst 2025 eine Kooperation zwischen dem TMW und der Universität für angewandte Kunst Wien, die Studierenden des Instituts für Konservierung und Restaurierung Kenntnisse und praktische Erfahrungen in Digital Preservation, also der Sicherung und Erhaltung digitalen Kulturguts, vermittelt.
RÜCKBLICK 2025 UND NEUE WIRTSCHAFTLICHE GESCHÄFTSFÜHRUNG
Mit 497.675 Besucher:innen, von denen die Hälfte unter 19 Jahre alt sind, hält das TMW seit drei Jahren den historischen Höchststand und steigert sich im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 6 %. Besonders der Dezember 2025 als erfolgreichster Monat in der Museumsgeschichte mit über 50.000 Besucher:innnen sticht in der Statistik hervor – maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen hat die Jubiläumsausstellung „Im Bann der Bahn. 200 Jahre Eisenbahn“ und das dazugehörige Weihnachtsprogramm, im Rahmen dessen die beliebte Gartenbahn die komplette Mittelhalle des Museums befahren hat. Die Sonderausstellung, die die Geschichte der Eisenbahn anhand großformatiger Modelle vermittelt, ist noch bis August 2026 im TMW zu sehen.
Die wirtschaftliche Geschäftsführerin des Museums, Karin Skarek, wechselt nach neun Jahren erfolgreicher Arbeit zur Universität Mozarteum Salzburg als Vizerektorin für Ressourcen. Ihre Nachfolgerin ist ab 1. Mai 2026 Friedrun Schwanzer, die derzeit als kaufmännische Leiterin des Museums der Moderne in Salzburg tätig ist.
ZITATE:
„Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ‚Wissenschaft im Wandel‘ macht die Kernkompetenz des TMW sichtbar: Als Mittler zwischen Wissenschaft und breiter Öffentlichkeit werden komplexe Themen begreifbar sowie die Vielfalt der Forschungslandschaft gezeigt. Verständnis und Akzeptanz von Naturwissenschaften zu fördern, ist zentrale Aufgabe des Museums, das so viele verschiedene Besucher:innen und insbesondere junge Menschen erreicht.“
PETER AUFREITER, GENERALDIREKTOR TMW
„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlasse ich nach knapp neun Jahren das TMW und damit Aufgaben, die manchmal herausfordernd, aber immer spannend waren. Die Vielzahl der Themen und die unmittelbar spürbare Wirkung, die das TMW auf seine Besucher:innen hat, erfüllt mich mit Stolz und Freude. Meiner Nachfolgerin übergebe ich das Haus in einer soliden Finanzlage und freue mich, ab Mai neuen Aufgaben in Salzburg nachzugehen.“
KARIN SKAREK, WIRTSCHAFTLICHE GESCHÄFTSFÜHRERIN TMW
Technisches Museum Wien
Bettina Lukitsch
+43 1 899 98-1200
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