
younion: Gute Elementarbildung braucht gute Rahmenbedingungen
Kindergarten-Gewerkschaft fordert zum morgigen Tag der Elementarbildung (24.01.2026) rasche Reformen
Die Beschäftigten in der ersten Bildungseinrichtung leisten täglich einen unverzichtbaren Beitrag für Kinder, Familien und die Gesellschaft. Die Rahmenbedingungen hinken diesem Anspruch jedoch weiterhin hinterher. Deshalb macht younion _ Die Daseinsgewerkschaft anlässlich des morgigen Tags der Elementarbildung erneut auf die dringend notwendigen Verbesserungen aufmerksam und fordert eine rasche Umsetzung von Reformen.
KLARE AUS- UND WEITERBILDUNGSMÖGLICHKEITEN
Zentral ist der konsequente Ausbau der Erwachsenenausbildung in der Elementarpädagogik. Erfahrungen zeigen klar: Kolleg:innen die erst später und ganz bewusst in den Beruf kommen, bleiben langfristig im System und tragen wesentlich zur Stabilisierung der Teams bei.
Attraktive Karrierepfade von der Assistenz über die pädagogische Assistenz bis hin zur Pädagog:in stärken die Motivation, binden Fachkräfte und eröffnen echte Entwicklungsperspektiven innerhalb des Berufsfeldes.
BUNDESWEITE STANDARDS
Weitere zentrale Forderungen sind kleinere Gruppen und ein verbesserter Fachkraft-Kind-Schlüssel, um qualitativ hochwertige Bildungsarbeit tatsächlich umsetzen zu können. Gleichzeitig braucht es bundesweit einheitliche Standards in der Elementarbildung, etwa bei verbindlichen Vor- und Nachbereitungszeiten, um Vergleichbarkeit und Qualität sicherzustellen.
„Wer über Qualität in der Elementarbildung spricht, muss die Rahmenbedingungen endlich ernsthaft verbessern. Gute Ausbildung, klare Standards und ausreichend Unterstützung sind keine Extras, sondern Grundvoraussetzungen für ein funktionierendes System – all das ist nichts Neues und bereits seit vielen Jahren bekannt“, betont Judith Hintermeier, Bundesfrauenreferentin.
ENTLASTUNG DER BESCHÄFTIGTEN
Zur langfristigen Absicherung der psychischen Gesundheit der Beschäftigten müssen Supervision und Einzelcoaching zudem fixer Bestandteil der Arbeit werden. Darüber hinaus ist die Entlastung der Leitungen durch administratives Personal ein wesentlicher Schritt, um pädagogische Führung wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Eine Maßnahme, die sehr schnell umgesetzt werden könnte.
„Die Situation in der Elementarbildung ist seit Jahren angespannt: Die Beschäftigten arbeiten am Limit. Obwohl am Tag der Elementarbildung Dank und Anerkennung von politisch Verantwortlichen ausgesprochen werden, bleibt das ohne substanziellen Gegenwert. In einem stark weiblich geprägten Beruf kann das nicht länger hingenommen werden. Es benötigt Entlastung, verbindliche Standards und einer echten Aufwertung der Elementarbildung als Bildungs- und zur Gleichstellungspolitik. Wenn politisch Verantwortlichen, die erste Bildungseinrichtung, deren Beschäftigte und die heranwachsenden Generationen unseres Landes wirklich etwas wert sind, müssen sie die Umsetzung unserer Forderungen zur Priorität machen“, so Sabine Slimar-Weißmann, geschäftsführende Bundesfrauenvorsitzende der younion.
Der Tag der Elementarbildung ist ein Anlass zur Anerkennung, vor allem aber ein klarer Auftrag an Politik und Entscheidungsträger, JETZT nachhaltige Maßnahmen zu setzen.
Wir bedanken uns bei allen Kolleg:innen, für ihren tagtäglichen Einsatz und ihr großartiges Engagement in der ersten Bildungseinrichtung, um den Kinder (der Zukunft unserer Landes) die beste Bildung auf ihrem Weg mitzugeben.
younion _ Die Daseinsgewerkschaft
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