Gewerkschaftsjugend kritisiert Vorstoß für 10-Stunden-Tag bei Lehrlingen

ÖGJ-Hauer: „Wer Fachkräfte sichern will, darf nicht die Gesundheit und Motivation der Lehrlinge opfern, sondern muss qualitativ hochwertig ausbilden.“

Die Pläne der ÖVP Steiermark, den Arbeits- bzw. Ausbildungstag für minderjährige Lehrlinge auf 10 Stunden auszudehnen, – wie die Kleine Zeitung heute berichtet – stoßen bei der Gewerkschaftsjugend auf scharfe Kritik. „Lehrlinge sind keine billigen Arbeitskräfte, sondern junge Menschen in Ausbildung. Sie länger arbeiten zu lassen, statt ihre Ausbildung zu verbessern, ist völlig fehlgeleitet“, kritisiert Matthias Hauer, Bundesjugendsekretär des ÖGB.

Gerade in Zeiten sinkender Lehrlingszahlen und steigender Jugendarbeitslosigkeit sei es absurd, junge Menschen zusätzlich zu belasten. „Wer Fachkräfte sichern will, darf nicht die Gesundheit und Motivation der Lehrlinge opfern. Ausbildung muss qualitativ hochwertig, praxisnah und fair sein – nicht länger, nur weil es manchen Betrieben gerade passt“, so die Gewerkschaftsjugend (ÖGJ).

Die Forderung nach Flexibilisierung und 10-Stunden-Tagen dürfe nicht auf dem Rücken von Jugendlichen ausgetragen werden. „Wer die Lehre attraktiver machen will, muss in Ausbildung investieren, nicht Arbeitszeiten ausdehnen“, so Hauer abschließend.

Die Gewerkschaftsjugend fordert u. a.:

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Umsetzung des Aus- und Weiterbildungsfonds

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Mindestlehrlingseinkommen von 1.000 Euro im 1. Lehrjahr

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Verpflichtende Kompetenzchecks zur Mitte der Lehrzeit, um den Ausbildungsstand festzustellen

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Bessere Rahmenbedingungen für die Ausbildung der Lehrlingsausbilder:innen

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Regelmäßige Überprüfung der Lehrbetriebe bei den Ausbildungsvoraussetzungen

ÖGB Kommunikation
Mag. Barbara Kasper
Telefon: 0664/614 5221
E-Mail: barbara.kasper@oegb.at
Website: https://www.oegb.at

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