Greenpeace: Bisherige Asbestfunde nur Spitze des Eisbergs

Fasern aus brüchigen Asbestbrocken geraten bei geringster Beanspruchung in die Luft, betroffenes Material großflächig verteilt – Greenpeace fordert sofort Sperre kritischer Flächen

Eine Recherche des Greenpeace-Investigativteams vom vergangenen Freitag zeigt eine massive Asbestbelastung im Burgenland auf. Weiche und brüchige Asbestbrocken liegen offen an kritischen Orten wie Kindergärten, Familienhäusern, Baustellen und Krankenhäusern. Es besteht akute Gefahr, dass Kinder mit dem brüchigen Material spielen oder Fasern durch Bauarbeiten freigesetzt werden. Die vom Land eilig einberufene Taskforce plant nun Luftmessungen an den von Greenpeace beprobten Standorten. Greenpeace warnt, dass das Material nicht nur an den neun beprobten Stellen, sondern großflächig im Burgenland verteilt wurde. Kritische asbestbelastete Flächen, beispielsweise bei Kindergärten, Krankenhäusern und Baustellen, müssen sofort gesperrt werden. Ebenso muss erhoben werden, wo das asbesthaltige Material überall gelandet ist. Ab 0,1 Prozent gilt asbesthaltiges Material als gefährlicher Abfall und muss unter hohen Sicherheitsvorkehrungen entsorgt werden.

Stefan Stadler
Sprecher Investigativ-Team
Greenpeace Österreich
Tel.: +43 (0)664 183 2882
E-Mail: stefan.stadler@greenpeace.org

Julia Karzel
Pressesprecherin
Greenpeace Österreich
Tel.: +43 (0)664 881 722 51
E-Mail: julia.karzel@greenpeace.org

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