
Voglauer/Grüne: Bio-Landwirtschaft stärken, globale Abhängigkeiten reduzieren
Im heutigen EU-Agrarministerrat wird über den Abbau von EU-Ausgleichszöllen auf Düngemittel diskutiert. Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen, sieht einen falschen Fokus: „Ausgleichszölle für importierte, energieintensiv erzeugte Düngemittel zu senken, ist der falsche Weg. Gerade in der aktuellen geopolitischen Lage ist es nötig, dass wir uns von Düngemittelimporten weitestgehend befreien, anstatt Preise für importierten Dünger so weit wie möglich zu drücken.“
Die Bio-Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit und Preisstabilität. „Bio-Betriebe sind deutlich unabhängiger von externen Betriebsmitteln. Aufgrund der regionalen Kreislaufwirtschaft und der Bewirtschaftung nur mit organischen Düngemitteln ist die Bio-Landwirtschaft von Zöllen, Lieferkettenunterbrechungen oder Gaspreissprüngen praktisch nicht betroffen. Das stabilisiert Preise und sichert die Lebensmittelversorgung auch in unsicheren Zeiten“, hält Voglauer fest.
Derzeit stagniert der Bio-Ausbau allerdings in Österreich. „Landwirtschaftsminister Totschnig ist dringend gefordert, die Bio-Bäuer:innen nicht nur in Sonntagsreden zu loben, sondern auch mit Taten zu stärken. Es braucht endlich die Umsetzung von mindestens 30 Prozent Bio-Anteil im öffentlichen Einkauf. Für die nächste GAP-Periode muss der Fokus auf der Bio-Landwirtschaft liegen, und noch heuer braucht es dringend eine Lösung für den Neu-Einstieg in die Bio-Förderung für Betriebe, die jetzt auf biologische Bewirtschaftung umstellen wollen“, sagt die Landwirtschaftssprecherin der Grünen.
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