Vernachlässigte Tropenkrankheiten: Licht für die Welt trägt maßgeblich dazu bei, Trachom in Äthiopien zu eliminieren

Augenlicht retten: 100 Millionen Medikamente gegen blindmachende Krankheit verteilt

Eine Krankheit auszurotten ist keine leichte Sache: Es braucht einen strategischen Ansatz, starke Partnerschaften und einen langen Atem. Die österreichische Organisation Licht für die Welt zeigt, wie es geht: Seit Gründung hat die Organisation 100 Millionen Medikamente gegen Vernachlässigte Tropenkrankheiten, allen voran die bakterielle Augeninfektion Trachom in Äthiopien, vergeben.

„Dank einer klaren Vision, starken Partnerschaften und großartigen Unterstützer*innen aus Österreich trägt Licht für die Welt maßgeblich dazu bei, die blindmachende Infektionskrankheit Trachom in Äthiopien zu eliminieren“, stellt Alex Buchinger, Geschäftsführer von Licht für die Welt Österreich, anlässlich des Internationalen Tages der vernachlässigten Tropenkrankheiten am 30. Jänner, fest. „Damit erhalten wir Augenlicht und bewahren Menschen vor der äußerst schmerzhaften Krankheit“, betont Buchinger und weiter: „Wir sind stolz und dankbar, seit 1988 100 Millionen Medikamente verteilt zu haben. Damit nähern wir uns dem Ziel, Trachom bis 2030 in Äthiopien zu eliminieren.“ Licht für die Welt leistet so auch einen wichtigen Beitrag, um das Menschenrecht auf Gesundheit zu verwirklichen.

MESSBARERE ERFOLGE

„Die Veränderung ist bemerkenswert. Vor der Unterstützung durch Licht für die Welt lag die Prävalenz von Trachom in der Bevölkerung bei etwa 40 %. Durch konsequente Medikamentenverteilungen, Hygieneaufklärung und Öffentlichkeitsarbeit ist dieser Wert auf 5% gesunken“, sagt Terefa Hiluf. Er ist Experte für vernachlässigte Tropenkrankheiten in Mekoni, einer Stadt im Norden Äthiopiens. Liegt die Prävalenz unter 5%, ist Trachom kein signifikantes Gesundheitsproblem mehr. In vielen Teilen Nordäthiopiens, ist die Verbreitung aber noch über 5%. Vor allem durch die bewaffneten Auseinandersetzungen bis 2022 ist die Verbreitung der Krankheit wieder gestiegen.

Erstmals in der Geschichte sind weltweit weniger als 100 Millionen Menschen in Gefahr, ihr Augenlicht wegen Trachom zu verlieren. 2022 waren noch 1,5 Milliarden bedroht.

In 27 Ländern konnte Trachom bisher als Problem der öffentlichen Gesundheit beendet werden. Zuletzt haben Ägypten und Fidschi bekannt gegeben, Trachom als Problem der öffentlichen Gesundheit in ihren Ländern eliminiert zu haben.

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Licht für die Welt
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Telefon: 0664 546 82 41
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