Angekündigter assistierter Suizid: „Wiener Pflege – und Patientenanwaltschaft zeigt sich erschüttert“

Wiener Patient*innenanwalt Gerhard Jelinek drängt auf bessere Versorgung von ME/CFS Betroffenen

Der Wiener Patient*innenanwalt, Dr. Gerhard Jelinek, ist tief betroffen anlässlich des öffentlich angekündigten assistierten Suizids eines jungen ME/CFS Patienten.

WIENER PFLEGE- UND PATIENT*INNENANWALT, DR. GERHARD JELINEK:

„Auch die WPPA ist über diesen Fall erschüttert und sieht sich in ihren wiederholten Hinweisen auf die dramatische Unterversorgung und mangelnde soziale Absicherung der von dieser Krankheit betroffenen Patient*innen bestätigt. Wiederkehrende Beschwerden zeigen, dass noch immer viele Sachverständige der PVA, aber auch im Gerichtsverfahren zur Überprüfung negativer PVA-Bescheide, die notwendige Empathie vermissen lassen und die Untersuchung der Patient*innen im Wege von Hausbesuchen verweigern“, kritisiert Jelinek. Und weiter: „Dazu kommt eine weitverbreitete Skepsis dieser Sachverständigen, was dieses Krankheitsbild generell betrifft und daher negative Auswirkungen auf die Anerkennung einer Berufsunfähigkeit oder höherer Pflegegeldstufen hat.“

KEINE STATIONÄRE ANLAUFSTELLE FÜR WIENER ME/CFS PATIENT*INNEN

„Der Aufbau einer Versorgungsstruktur durch ein Kompetenzzentrum in Wien geht nur sehr schleppend voran, bis dahin müssen sich Patient*innen an die wenigen spezialisierten Ärzt*innen wenden, die meist auf Wahlarztbasis und damit teuer arbeiten und hoffnungslos überlastet sind“, so der Patientenanwalt und ergänzt: „Auch scheint die interdisziplinäre Post COVID Ambulanz des AKH – trotz ihrer bedeutenden zeitlichen Überbrückungsfunktion – für diese schwerkranke Patientengruppe keine Behandlung anzubieten, wie uns ME/CFS Patient*innen und Patient*innenvertreter schildern.“

BEI DER FORSCHUNG SPRINGEN PRIVATE EIN

Und auch in der Forschung fehlen noch immer die finanziellen Ressourcen, sodass private Initiativen wie die WE&ME Foundation der Familie Ströck durch private Charitys und Spendenaufrufe Mittel aufbringen müssen.“

Mag.a Dominique Stiefsohn, MA
Wiener Pflege- und Patient*innenanwaltschaft
Telefon: (01) 587 12 04-82520 | +43 676 8118-82520
E-Mail: dominique.stiefsohn@wien.gv.at
www.patientenanwaltschaft.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender