EQS-News: AT&S erzielt im 3. Quartal wieder positives Konzernergebnis

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AT&S erzielt im 3. Quartal wieder positives Konzernergebnis

03.02.2026 / 07:00 CET/CEST
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AT&S erzielt im 3. Quartal wieder positives Konzernergebnis

 

• Umsatz steigt in den ersten drei Quartalen 2025/26 im Vergleich zu 2024/25 um 10 %
auf 1,3 Mrd. €
• EBITDA von 297 Mio. € entspricht einer Marge von 22,6 %
• Werke in Kulim und Leoben entwickeln sich planmäßig und tragen wie erwartet zum
Umsatz bei
• Wechselkursentwicklungen beeinflussen Umsatz, Ergebnis und Eigenkapital
• Ausblicke für Geschäftsjahre 2025/26 und 2026/27 bestätigt

 

Leoben – „Das dritte Quartal hat eindrucksvoll gezeigt, dass wir operativ auf dem
richtigen Kurs sind“, sagt AT&S CEO Michael Mertin. „Zum einen zeigt unser konsequent
umgesetztes Effizienzprogramm Wirkung, zum anderen hat sich das Marktumfeld für die
Technologiebranche verbessert. Und schließlich tragen unsere Werke in Kulim, Malaysia,
sowie Leoben, Österreich, zur Umsatzentwicklung bei, sodass wir wieder ein positives
EBIT erzielen konnten. Vor diesem Hintergrund sind wir überzeugt, unsere Jahresziele
voll zu erreichen. Die Investitionen der vergangenen Jahre beginnen zu tragen und
schaffen eine solide Basis, um aus der aktuellen Markterholung nachhaltig Wert zu
schaffen.“

 

3. Quartal 2025/26

Im dritten Quartal 2025/26 trugen die neuen Werke in Kulim und Leoben spürbar zum
Wachstum bei und AT&S steigerte seinen Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal
um 18 % – währungsbereinigt um 27 %. Dank des umfassenden Kostenoptimierungs- und
Effizienzprogrammes und eines besseren Preisumfelds erhöhte sich das EBITDA um 64 % –
währungsbereinigt um 105 %.

 

AT&S erzielte ein positives Konzernergebnis von 24 Mio. € (VJ: -33 Mio. €), was zu
einem Ergebnis pro Aktie von 0,51 € (VJ: -0.95 €) und, gemeinsam mit
Wechselkurseffekten, zu einer Erhöhung der Eigenkapital-Quote – im Vergleich zum
Halbjahreswert vom 30. September 2025 – um 1,6 Prozentpunkte auf 20,8 % führte.

 

Neun Monate 2025/26

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich der Konzernumsatz in den ersten drei
Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 um 10 % auf 1,3 Mrd. € (VJ: 1,2 Mrd. €).
Währungsbereinigt stieg der Konzernumsatz sogar um 16 %. Im Berichtszeitraum konnte
AT&S durch eine positive Volumenentwicklung den negativen Wechselkurseffekten
erfolgreich entgegenwirken.

 

Das EBITDA verbesserte sich um 28 % von 232 Mio. € auf 297 Mio. € ‒ währungsbereinigt
betrug der Anstieg 46 %. Die Ergebniserhöhung ist vorrangig auf die gestiegenen
Volumina, das umfassende Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramm und ein besseres
Preisumfeld zurückzuführen. Die EBITDA-Marge lag bei 22,6 % und damit deutlich über
dem Vorjahresniveau von 19,4 %. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund von
Anlagenzugängen und Technologie-Upgrades im Vergleich zum Vorjahr um 30 Mio. € auf
263 Mio. € (20 % vom Umsatz).

 

Das EBIT stieg trotz erheblicher negativer Währungseffekte von -1 Mio. € auf
34 Mio. €. Die EBIT-Marge lag bei 2,6 % (VJ: -0,1 %). Das Finanzergebnis reduzierte
sich vor allem durch negative Wechselkurseffekte von -65 Mio. € im Vorjahr auf aktuell
-80 Mio. €. Das Konzernergebnis fiel mit -39 Mio. € erheblich weniger negativ aus (VJ:
-95 Mio. €). Dies führte beim Ergebnis pro Aktie zu einer Verbesserung um 1,44 € von
-2,79 € auf -1,35 €.

 

Der operative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf 332 Mio. € und
lag um 361 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Wesentliche Treiber waren die
Wiederaufnahme des internationalen Factoring-Programms, welches neu aufgestellt wurde,
und eine Verbesserung bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Verbindlichkeiten. Der freie operative Cashflow fiel mit € 223 Mio. deutlich
positiv aus und zeigte gegenüber der Vorjahresperiode eine Verbesserung um rund
580 Mio. €.

 

KENNZAHLEN  
in Mio. € (sofern nicht anders angegeben)  
Q3 Q3 Veränderung Q1-Q3 Q1-Q3 Veränderung
    2025/26   2024/25   in %   2025/26   2024/25   in %
Umsatzerlöse   467,7   396,8   17,9 %   1.314,0   1.196,7   9,8 %
EBITDA   122,1   74,5   63,8 %   296,8   231,7   28,1 %
EBITDA-Marge (in   26,1 %   18,8 %   –   22,6 %   19,4 %   –
%)
EBIT   33,9   (8,2)   >100 %   34,0   (1,4)   >100 %
EBIT-Marge (in %)   7,3 %   (2,1 %)   –   2,6 %   (0,1 %)   –
Konzernergebnis   24,2   (32,6)   >100 %   (39,3)   (95,3)   58,8 %
ROCE (in %)   n.a.   n.a.   –   2,2 %   (1,6 %)   –
Nettoinvestitionen   (30,7)   (161,6)   81,0 %   (108,4)   (327,5)   66,9 %
Cashflow aus
laufender   122,3   61,2   99,8 %   331,8   (29,4)   >100 %
Geschäftstätigkeit
Ergebnis je Aktie   0,51   (0,95)   >100 %   (1,35)   (2,79)   51,6 %
(in €)
Mitarbeiterstand   13.001   13.428   (3,2 %)   13.064   13.402   (2,5 %)
(Anzahl)^1
^1 Inkl. Leihpersonal, Durchschnitt. Zum Stichtag 31. Dezember 2025: 13.600  
                           

 

Die Bilanzsumme blieb per Ende Dezember 2025 mit 4.613 Mio. € praktisch unverändert im
Vergleich zum Geschäftsjahresbeginn, verzeichnete dabei aber einen deutlichen Anstieg
der liquiden Mittel. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund negativer
Wechselkurseffekte im ‚Sonstigen Ergebnis‘ (OCI, other comprehensive income) sowie des
negativen Konzernergebnisses um 2,4 Prozentpunkte auf 20,8 %.

 

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erhöhte sich auf
843 Mio. € (31. März 2025: 485 Mio. €). Die nicht genutzten Kreditlinien beliefen sich
auf 43 Mio. €. Das Verhältnis Nettoverschuldung zum EBITDA der letzten zwölf Monate
hat sich von 2,5 (per 31. März 2025) auf 2,0 reduziert.

 

Neue Vorstandsstruktur

Mit Wirkung zum 1. Februar 2026 trat CFO Gerrit Steen in das Unternehmen ein.
Gleichzeitig wurde der Vorstand auf drei Mitglieder reduziert – Michael Mertin, CEO
und Vorstandsvorsitzender, Peter Griehsnig, CTO, und Gerrit Steen, CFO.

 

Kostenoptimierungs- und Effizienzprogramm

Im Geschäftsjahr 2025/26 werden die Maßnahmen zur Kostensenkung weiter verstärkt.
Sämtliche Investitionen werden genau geprüft. Nach einer Reduktion der Kostenbasis um
120 Mio. € im Vorjahr wird diese nun nachhaltig um mindestens weitere 160 Mio. € und
damit mehr als die ursprünglich geplanten 130 Mio. € gesenkt. Ziel ist es, die
Auswirkungen des teils weiterhin herausfordernden Marktumfelds sowie die Anlaufkosten
der zusätzlichen Produktionslinien in Kulim auszugleichen.

 

Erwartetes Marktumfeld

Die geopolitischen Unsicherheiten führten dazu, dass manche Unternehmen Lagerbestände
aufgebaut oder frühzeitig Bestellungen getätigt haben. Insgesamt hatten diese Effekte
keinen Einfluss auf die allgemeine Marktlage, welche sich gegenüber dem letzten
Quartal verbessert hat.

 

Treiber bleiben im Bereich Rechenzentren und Server: Hier herrscht weiter stabile
Nachfrage. Besonders gefragt sind hochwertige Produkte, die für Künstliche Intelligenz
entwickelt worden sind. Hier setzt sich auch der Trend zu hochwertigen IC-Substraten
fort, von dem AT&S weiterhin profitieren wird.

 

Trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen hat sich die Nachfrage in den meisten
anderen Märkten positiv entwickelt. Notebooks zeigen ein positives Bild, das zum Teil
auf Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz und Erneuerungszyklen, aber auch auf eine
verschobene Saisonalität aus Angst vor möglichen Zöllen zurückzuführen ist. Gleichsam
zeigt sich der Smartphonemarkt stark.

 

In den Bereichen Industrial und Automotive wird für 2025 weiterhin nur ein leichtes
Wachstum erwartet. Ein Grund dafür sind Lagerbestände, die noch nicht vollständig
abgebaut wurden. Besonders herausfordernd ist die Lage bei der E-Mobilität: Hier
schwächt die aktuell geringe Nachfrage das Marktumfeld. Außerdem sorgen Zölle sowie
politische und gesetzliche Hürden in den USA und der EU für weitere Belastungen.

 

Ausblick 2025/26

AT&S geht davon aus, im Geschäftsjahr 2025/26 einen Jahresumsatz von rund 1,7 Mrd. €
zu erzielen (2024/25: 1.590 Mio. €), was einem operativen Wachstum – bereinigt um
Währungseffekte und das verkaufte Werk in Ansan – gegenüber dem Vorjahr von rund 20 %
entspricht. Die erwartete EBITDA-Marge wird mit etwa 23 % die Anlaufkosten der
weiteren Linien in Kulim noch widerspiegeln (2024/25 inkl. Erlös aus dem Verkauf des
Werkes in Ansan, Korea: 38,1 %; bereinigt um den Erlös: 17,7 %). Das Management plant
ein Investitionsvolumen von rund 200 Mio. € (2024/25: 415 Mio. €). Der überwiegende
Teil dieser Investitionen wird in den Ausbau der IC-Substrat-Produktion im neuen Werk
in Kulim fließen. AT&S erwartet, dass das EBIT sowie der Operative Free-Cashflow
positiv sein werden.

 

Ausblick 2026/27

AT&S rechnet mit einer anhaltend starken und wachsenden Nachfrage nach Produkten mit
hoher Wertschöpfung, vor allem für generative Künstliche Intelligenz. Aber auch die
etablierten Märkte wie Server für Unternehmen, PCs & Notebooks haben sich erholt. AT&S
hat zudem entschieden, künftig auch den Defense-Sektor stärker zu bedienen. Zudem wird
das Unternehmen künftig noch intensiver mit seinen Kunden zusammenarbeiten, damit
Produktionssteigerungen zuverlässig umgesetzt werden können. Gleichzeitig trägt diese
enge Zusammenarbeit dazu bei, dass neue Produkte strukturiert eingeführt und
gemeinsame Entwicklungsaktivitäten langfristig gestärkt werden. Vor diesem positiven
Markthintergrund geht AT&S aktuell davon aus, dass im Geschäftsjahr 2026/27 ein Umsatz
von rund 2,1 bis 2,4 Mrd. € und eine EBITDA-Marge von 24 bis 28 % erzielt wird.

 

AT&S erwirtschaftet mehr als dreiviertel seines Umsatzes mit US-amerikanischen
Unternehmen und generiert den Großteil seiner Umsätze in US-Dollar. Die
Produktionskosten fallen zu einem Großteil in asiatischen Währungen an, während die
Berichterstattung in Euro erfolgt. Seit der Veröffentlichung der Prognose 2026/27 im
Dezember 2024 ist der US-Dollarkurs gegenüber dem Euro von 1,07 US-Dollar pro Euro auf
ca. 1,17 US-Dollar pro Euro gefallen, was einem Rückgang von ca. 10 % entspricht. Dies
führte dazu, dass sich die Umsatzerwartungen des Managements vom oberen Ende der
Umsatzerwartung an das untere Ende verschoben haben. Weitere Änderungen der
Wechselkurse – positive wie negative – hätten entsprechend Einfluss auf den
prognostizierten Umsatz.

 

Neben diesen allgemeinen Marktdynamiken könnte ein Rohstoff-Engpass eine
Herausforderung darstellen. Fiberglasmatten – insbesondere E-Glas und das technisch
anspruchsvollere T-Glas – sind essenzielle Komponenten im Aufbau von Leiterplatten und
IC-Substraten. Für großformatige und komplexe IC-Substrate ist T-Glas unverzichtbar.
Bereits im vergangenen Jahr gab es im Markt Hinweise auf mögliche Engpässe in der
Lieferkette, insbesondere aufgrund der Abhängigkeit von einem zentralen Zulieferer.
AT&S hat frühzeitig reagiert und gemeinsam mit seinen Kunden zusätzliche Lieferanten
qualifiziert, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Einige dieser neuen Partner
befinden sich im Aufbau ihrer Produktionskapazitäten und können derzeit noch nicht die
vollständigen benötigten Mengen liefern. Daher besteht ein gewisses Risiko, dass AT&S,
wie auch Mitbewerber, in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2026/27 nicht alle der
zuletzt nach oben korrigierten Kundenbedarfe vollständig decken kann. Ein solcher
Engpass würde zwar das Produktionsvolumen begrenzen, könnte jedoch positiv auf die
Preise für IC-Substrate wirken.

 

In der Prognose ist eine mögliche Eskalation im aktuell schwelenden Handelsstreit, ein
signifikanter Fiberglasmatten-Engpass sowie eine weitere Abwertung des US-Dollars
nicht enthalten. Das Management beobachtet die geopolitische Lage mit höchster
Aufmerksamkeit, um jederzeit auf Entwicklungen reagieren und strategische Anpassungen
vornehmen zu können.

 

 

 

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft – Advanced Technologies &
Solutions

AT&S ist ein global führender Anbieter von hochwertigen IC-Substraten und
Leiterplatten. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative
Verbindungstechnologien für digitale Schlüsselindustrien: mobile Endgeräte, Automotive
& Aerospace, Industrial, Medical sowie High-Performance Computing für KI-Anwendungen.
Mit Produktionsstandorten in Österreich (Leoben, Fehring), China (Shanghai,
Chongqing), Malaysia (Kulim) und Indien (Nanjangud) sowie einem europäischen
Kompetenzzentrum für R&D und IC-Substrat-Produktion in Leoben gestaltet AT&S den
digitalen Wandel aktiv mit – durch zukunftsweisende Investitionen in Forschung und
Entwicklung sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Das Unternehmen
beschäftigt derzeit etwa 13.000 Mitarbeiter:innen. Weitere Infos auch unter
[1] www.ats.net

 

Medien-Download:

Im AT&S Media Portal [2] https://ats.canto.de/v/press finden Sie stets aktualisiertes
Bildmaterial zu AT&S.

 

 

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03.02.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt
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München, Stuttgart, Tradegate BSX; Wiener Börse (Amtlicher
Handel)
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2270092  03.02.2026 CET/CEST

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