
Kaineder: Angriff auf Sanierung: Bund streicht Förderung und bestraft Häuslsanierer:innen
„Das Ende der Sanierungsförderung ist ein schwerer Rückschritt fürs Wohnen und fürs Klima. Der Bund lässt ausgerechnet jene im Stich, die Verantwortung übernehmen und in die Sanierung ihrer Häuser investieren. Bestraft werden Häuslsanierer:innen und damit genau jene Menschen, die zur Energiewende beitragen wollen“, kritisiert Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder die Entscheidung der Bundesregierung, die Sanierungsförderung mitten im Jahr zu beenden und auf den reinen Heizungstausch zu reduzieren.
Die Sanierung von Altbestand ist eine zentrale Säule des Klimaschutzes und weit mehr als eine technische Maßnahme. Sie ist entscheidend, um Energieverbrauch dauerhaft zu senken, Wohnkosten leistbar zu halten und Zersiedelung zu verhindern. „Wer die Sanierung streicht, schwächt nicht nur den Klimaschutz, sondern sabotiert auch eine vernünftige Raumordnung. Ohne attraktive Sanierungsförderung wird der Altbestand unattraktiv und das treibt den Neubau auf die grüne Wiese weiter an“, warnt Kaineder.
Heizungstausch ohne thermische Sanierung sei klimapolitisch kurzsichtig und teuer. „Das ist reine Symptombekämpfung. Wenn Gebäude weiter Energie verschwenden, bleibt auch das beste Heizsystem ineffizient. Wer Emissionen wirklich senken und Haushalte nachhaltig entlasten will, muss den Wärmebedarf reduzieren und auf erneuerbare Systeme umstellen. Alles andere ist Augenwischerei“, so Kaineder.
Eine thermisch sanierte Immobilie braucht weniger Heizenergie, ermöglicht kleinere und günstigere Heizsysteme, senkt laufende Energiekosten und erhöht den Wohnkomfort deutlich. Gleichzeitig ist sie ein zentraler Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhaltung des Altbestands, was auch gegen den Bodenfraß entscheidend ist.
Besonders alarmierend sind aktuelle Marktdaten des Verbands Wärmepumpe Austria und der Vereinigung der Kessel- und Heizungsindustrie (VÖK): 2025 sind erneuerbare Heizsysteme stark rückläufig, während fossile Heizungen wieder zulegen. „Das ist ein Warnsignal und das direkte Ergebnis eines Förder-Chaos auf Bundesebene“, sagt Kaineder.
Die Grünen Oberösterreich, Mag. Markus Ecker, Pressereferent, Tel.:
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