Voglauer/Grüne: „Null Toleranz für Import-Lebensmittel mit verbotenen Pestiziden“

Antrag der Grünen für strengere Lebensmittelkontrollen liegt bereits im Parlament auf

„Lebensmittel, die mit in der EU verbotenen Pestiziden behandelt wurden, dürfen nicht über Importe auf unseren Tellern landen“, hält Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen, fest. Die Grünen haben bereits in der letzten Nationalratssitzung am 21. Jänner einen Antrag eingebracht, der genau solche Pestizid-Bumerang-Importe ins Visier nimmt.

„Die EU setzt hier doppelte Standards: Obwohl man um die enormen Gefahren dieser Substanzen weiß, werden sie weiterhin in Europa und auch in Österreich produziert. Damit macht die Chemie-Industrie satte Profite auf dem Rücken der Menschen und der Natur außerhalb der Union. Im Anschluss landen diese Gifte dann erst recht wieder auf unseren Tellern, denn immer wieder werden sogenannte ‚Importtoleranzen‘ genehmigt“, führt Voglauer aus: „Das bedeutet, dass Rückstände von Pestiziden in Importwaren toleriert werden, sogar in höheren Mengen als sie bei in der EU produzierten Lebensmitteln erlaubt wären. In diesem Bereich sollte es null Toleranz geben.“

„Es finden zwar Kontrollen auf Pestizid-Rückstände statt, aber in Relation zur Menge der konsumierten Lebensmittel sind diese verschwindend gering: 2024 wurden in Österreich insgesamt 1.042 Kontrollproben auf Einhaltung von Pestizid-Rückstands-Höchstgehalten gezogen – während die Österreicher:innen rund 1,7 Millionen Tonnen Obst und Gemüse im Jahr verzehren“, sagt Voglauer.

Dass hier Handlungsbedarf für die Bundesregierung besteht, ist für Voglauer klar: „Lebensmittel, die mit Rückständen von verbotenen Pestiziden belastet sind, dürfen nicht mehr in Österreich verkauft werden. Die Importeure müssen dazu verpflichtet werden, Stichproben durch akkreditierte Labors auf Pestizidrückstände prüfen zu lassen, und diese Prüfberichte der Behörde vorzulegen. Außerdem brauchen wir mehr behördliche Überprüfungen und Schwerpunktkontrollen in Österreich. Landwirtschaftsminister Totschnig und Gesundheitsministerin Schumann haben es in der Hand, das jederzeit umzusetzen. Die Bundesregierung muss sich für eine EU-Regelung einsetzen, dass solche verbotenen Pestizide nicht mehr in Europa hergestellt werden dürfen.“

Voglauer abschließend: „Gerade Obst, Gemüse, Getreide und Nüsse sollte man bedenkenlos essen können, ohne sich Gedanken um Spritzgift-Rückstände machen zu müssen. Besonders um solche, die eigentlich bei uns verboten sind. Wenn es die Regierungsparteien ernst meinen mit der Gesundheit der Menschen, brauchen sie unserem Antrag im nächsten Landwirtschaftsausschuss nur zuzustimmen.“

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