
Voglauer/Grüne zum Gedenken an die beim Attentat von Oberwart ermordeten Roma
„Mit dem Gedenken an die vier in Oberwart durch ein feiges Sprengstoffattentat ermordeten Männer rufen wir uns auch in Erinnerung, dass die Wahrung der Menschenrechte und der Erhalt unserer Demokratie jeden Tag aufs Neue erarbeitet werden müssen“, mahnt Olga Voglauer, Volksgruppensprecherin der Grünen.
In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1995 erschütterte ein rechtsextrem motivierter, rassistischer Terroranschlag die Republik. Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon wurden durch eine als Sprengfalle konstruierte Rohrbombe getötet. Platziert, um jene zu ermorden, die eine Tafel mit antiziganistischen Beschimpfungen entfernen wollten.
„Wir können täglich in den Weltnachrichten mitverfolgen, wie schnell Minderheitenschutz, Menschenrechte und demokratische Grundwerte Gefahr laufen, untergraben und ausgehöhlt zu werden. Die Erinnerung an die Ermordeten soll uns am Vorabend zum Jahrestag des Attentats von Oberwart auch zur Wachsamkeit mahnen“, betont Voglauer.
„Ich sehe es klar als unser aller Pflicht und gesamtgesellschaftliche Aufgabe, diese Republik so zu gestalten, dass Rassismus, Gewalt und Ausgrenzung darin keinen Platz finden. Roma und Sinti müssen, trotz aller Fortschritte der vergangenen Jahre, weiter um ihre Rechte und ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen. Es liegt an uns allen in Sachen Aufklärung, Antidiskriminierung und Rassismusprävention aktiv zu werden, damit Minderheitenfeindlichkeit und Antiziganismus auch in Österreich der Vergangenheit angehören“, hält Voglauer fest.
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