
AK Rosoli: Arbeitsinspektion ist Schlüssel für gesunde Arbeit und wirtschaftliche Stabilität
Komplexe Arbeitswelt erfordert mehr Ressourcen für Arbeitsinspektorat
Die Arbeiterkammer unterstützt den vom Sozialministerium eingeschlagenen Kurs für die künftigen Schwerpunkte der Arbeitsinspektion. Ein starkes Arbeitsinspektorat ist aus Sicht der AK Wien ein zentraler Baustein für gesunde, sichere und faire Arbeitsbedingungen in Österreich.
Die Bilanz 2025 zeigt die Bedeutung der Arbeitsinspektion: 60.000 Kontrollen, bei jeder zweiten wurden Übertretungen festgestellt. Dass es gerade in den Branchen Gastronomie und Handel Handlungsbedarf gibt, deckt sich auch mit den Erfahrungen der AK-Beratung.
„Arbeitsinspektorinnen und -inspektoren leisten tagtäglich einen enorm wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen möglichst lange gesund im Erwerbsleben bleiben können. Das verhindert persönliches Leid, entlastet das Gesundheitssystem, sichert Fachkräfte und stärkt letztlich unseren gemeinsamen Wohlstand“, erklärt Silvia Rosoli, Leiterin der AK Abteilung Arbeitnehmer:innenschutz und Gesundheitsberufe.
Aus Sicht der AK Wien ist klar: Um diesen Auftrag erfüllen zu können, braucht die Arbeitsinspektion ausreichende personelle und finanzielle Ressourcen. Steigende Anforderungen, neue Branchen und komplexere Arbeitswelten erfordern künftig noch mehr Beratungen und Kontrollen.
Rosoli betont: „Wer Prävention ernst meint, muss auch bereit sein, in sie zu investieren. Jeder Euro, der in Arbeitsschutz fließt, spart ein Vielfaches an Kosten, die sonst durch Krankenstände, Unfälle oder Frühpensionierungen entstehen würden.“
Kritisch sieht die AK Stimmen, die Arbeitsinspektionen als bürokratische Belastung darstellen oder ihre Bedeutung infrage stellen. Ein solcher Zugang greife zu kurz und verkenne den präventiven Nutzen der Institution.
„Arbeitsinspektionen sind keine Schikane, sondern gelebte Vorsorge. Mit geringem Aufwand können sie Erkrankungen und Unfälle verhindern. Das ist wesentlich effizienter und menschlicher, als erst dann zu handeln, wenn bereits Schaden entstanden ist und die kurative Medizin eingreifen muss“, so Rosoli.
Die AK spricht sich daher klar für eine Ausweitung der Arbeitsinspektion aus. Ziel müsse es sein, Prävention weiter auszubauen, Betriebe zu unterstützen und Beschäftigte wirksam zu schützen – im Interesse der Arbeitnehmer:innen und damit der gesamten Volkswirtschaft.
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