Schumann: Arbeitsinspektion setzt 2026 Schwerpunkte bei Green Jobs, Reinigung und Arbeitszeit

60.000 Kontrollen und 50.000 Beratungen im Jahr 2025 – Arbeitsschutz bleibt zentrale Säule fairer Arbeitsbedingungen

Die Sicherheit und Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist ein zentrales Anliegen der Bundesregierung. Die Arbeitsinspektion leistet dazu einen unverzichtbaren Beitrag: Sie kontrolliert die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften und unterstützt Betriebe mit gezielter Beratung bei deren Umsetzung. Ziel ist es, Arbeitsunfälle, arbeitsbedingte Erkrankungen und Berufskrankheiten wirksam zu verhindern und damit gute, sichere Arbeit für alle zu gewährleisten.

Arbeitsministerin Korinna Schumann betont: _„Guter Arbeitsschutz ist kein Selbstzweck, sondern eine grundlegende Voraussetzung für ein gesundes, sicheres und faires Arbeitsleben. Wer sicher und gesund arbeiten kann, bleibt länger arbeitsfähig, ist leistungsfähiger und besser geschützt vor langfristigen gesundheitlichen Schäden. Gleichzeitig profitieren auch die Betriebe von klaren Regeln und guter Beratung. Wir setzen daher bewusst auf eine Kombination aus gezielten Kontrollen und unterstützender Beratung, um Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz nachhaltig zu stärken – gerade auch in jenen Bereichen, in denen neue Herausforderungen entstehen.“_

Um ihre Wirkung weiter zu erhöhen, setzt die Arbeitsinspektion auch im Jahr 2026 gezielte nationale Schwerpunkte in ihren Kontroll- und Beratungstätigkeiten.

GREEN JOBS IM FOKUS

Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten Green Jobs, etwa in den Bereichen Recycling, erneuerbare Energien und Speichersysteme. Diese Tätigkeiten sind für die ökologische Transformation von zentraler Bedeutung und gewinnen weiter an Relevanz. Gleichzeitig gehen sie häufig mit neuen und erhöhten Arbeitsschutzrisiken einher, etwa durch innovative Technologien, komplexe Maschinen oder Gefahren im innerbetrieblichen Verkehr.

_„Der ökologische Umbau unserer Wirtschaft darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten stattfinden. Klimaschutz und Arbeitsschutz müssen Hand in Hand gehen. Sicherheit und Gesundheit müssen von Anfang an mitgedacht werden“_, so Schumann. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und wirksam zu minimieren bevor es zu Unfällen oder langfristigen Gesundheitsschäden kommt.

HAUSBETREUUNG UND REINIGUNG

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Branchen Hausbetreuung und Reinigung. Körperlich belastende Tätigkeiten, Arbeiten im Freien bei Hitze, Kälte oder Nässe, der Umgang mit Reinigungsmitteln sowie Zeitdruck und häufig wechselnde Einsatzorte stellen besondere Herausforderungen dar.

„Beschäftigte in der Reinigung und Hausbetreuung leisten körperlich anspruchsvolle Arbeit, oft unter schwierigen Bedingungen. Umso wichtiger ist es, auf versteckte Gefahren aufmerksam zu machen und präventiv gegenzusteuern“, unterstreicht die Arbeitsministerin. Die Arbeitsinspektion legt daher ein besonderes Augenmerk auf potenzielle Risiken, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind, jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben können.

FOKUSTAGE ZU ARBEITSZEIT UND ARBEITSRUHE

Im Rahmen der Fokustage 2026 stehen zudem die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu Arbeitszeit und Arbeitsruhe im Mittelpunkt. An vier bundesweiten Aktionstagen wird die Arbeitsinspektion verstärkt kontrollieren und beraten. Regelmäßig festgestellte Übertretungen – insbesondere im Bau- und Baunebengewerbe, in der Gastronomie, im Handel sowie in Freizeiteinrichtungen – zeigen, dass hier weiterhin Handlungsbedarf besteht.

_„Arbeitszeitregelungen sind gelebter Gesundheitsschutz. Sie verhindern Überlastung, schützen vor Erschöpfung und sind entscheidend für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben“_, so Schumann. Ergänzend zu den Fokustagen wird daher eine ganzjährige Beratungsoffensive umgesetzt, um Betriebe und Beschäftigte umfassend zu informieren.

BILANZ DER KONTROLLEN UND BERATUNG IM JAHR 2025

Im Jahr 2025 führten rund 300 Arbeitsinspektorinnen und Arbeitsinspektoren etwa 60.000 Kontrollen sowie rund 50.000 Beratungen durch. Bei rund 28.500 Kontrollen wurden arbeitsschutzrechtliche Übertretungen festgestellt. In etwa 1.300 Fällen – rund zwei Prozent aller Kontrollen – waren Strafanzeigen erforderlich.

Neben Routinekontrollen zur Sicherstellung einer flächendeckenden Präsenz setzt die Arbeitsinspektion gezielt thematische Schwerpunkte, um Betriebe mit erhöhtem Gefährdungspotenzial wirksam zu erreichen.

So wurden im Schwerpunkt „Zusammenlagerung von Arbeitsstoffen“ mehr als 1.400 Kontrollen durchgeführt und über 4.000 Beratungen angeboten. Im Schwerpunkt „Tischkreissägen“ wurden rund 1.200 Betriebe kontrolliert und knapp 1.000 beraten. Im Schwerpunkt „Risikogeneigte Betriebe“ erfolgten über 750 Kontrollen sowie rund 600 Beratungen.

Diese Schwerpunktaktionen tragen wesentlich dazu bei, Betriebe und Beschäftigte für Gefahren zu sensibilisieren und den Arbeitsschutz nachhaltig zu verbessern – ein wichtiger Beitrag für sichere, gesunde und faire Arbeitsbedingungen in Österreich.

Weitere Informationen zu aktuellen und vergangenen Schwerpunktaktionen: arbeitsinspektion.gv.at/Schwerpunkte

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz (BMASGPK)
E-Mail: pressesprecher@sozialministerium.gv.at
Website: https://sozialministerium.gv.at

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