
WKÖ Fachverbandobmann Hotellerie Imlauer: Keine Verhandlungen ohne konstruktives Gesprächsklima
Rückkehr zur sachlichen und lösungsorientierten Gesprächsbasis dringend notwendig
„Wir lassen Emotionen sofort beiseite – sofern nicht das Fehlverhalten einiger weniger Betriebe dazu genutzt wird, eine gesamte Branche pauschal zu verurteilen und Rundumschläge auszuteilen. Diese inakzeptablen und untragbaren Aussagen schaden der gesamten Branche, inklusive ihrer Mitarbeiter:innen, die tagtäglich erstklassige Arbeit leisten und wesentlich zum Wohlstand in Österreich beitragen“, kommentiert Fachverbandsobmann Georg Imlauer den Offenen Brief von Gewerkschaftsvorsitzenden Roman Hebenstreit.
Gerade von einem Vorsitzenden einer Gewerkschaft mit hoher Verantwortung erwarten wir eine differenzierte und verantwortungsvolle Wortwahl; denn wer Fairness und Respekt einfordert, muss dies auch in seinem eigenen Sprachgebrauch vorleben. Wenn Herr Hebenstreit selbst fordert, dass Fehlverhalten Einzelner nicht allen angelastet werden darf, sollte er bei seinen eigenen pauschalierenden verunglimpfenden Aussagen beginnen und diese abstellen und korrigieren, um wieder eine solide Basis für eine funktionierende Sozialpartnerschaft zu schaffen.
Zum von Hebenstreit angedachten Gütesiegel, äußert sich Imlauer kritisch: „Es braucht sicherlich keine neue Bürokratie in Form eines weiteren Gütesiegels. Wertschätzung für unsere Betriebe und Mitarbeiter:innen, die den österreichischen Qualitätstourismus auf höchstem Niveau halten – das ist es, was wir uns erwarten.“
Unter diesen Voraussetzungen sind seriöse Kollektivvertragsverhandlungen derzeit nicht möglich. Wir sind weiterhin verhandlungsbereit – unter klaren Bedingungen. Sobald die vernünftigen und konstruktiven Kräfte innerhalb der Gewerkschaft vida auf ihren Vorsitzenden einwirken und zu einer sachlichen, lösungsorientierten Gesprächsbasis zurückgekehrt wird, stehen wir für Gespräche bereit.
Wir setzen uns trotz der destruktiven Querschüsse aus der ÖGB-Zentrale weiterhin für unsere mehr als 220.000 Mitarbeiter:innen in Hotellerie und Gastronomie ein. Bei der Arbeitnehmervertretung entsteht hingegen zunehmend der Eindruck, dass statt inhaltlicher Arbeit für die eigenen Mitglieder mediales Bashing im Vordergrund steht. Sinnvoller wäre es, die Arbeitgebervertreter bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für ihre Mitarbeiter:innen zu unterstützen:
* KEIN ABGABENFREIES TRINKGELD:
Andreas Jilly
Sprecher der Wirtschaftskammer Österreich
Telefon: 0590900 4462
E-Mail: andreas.jilly@wko.at
https://www.wko.at/oe/news/start
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