
Wenn Fälschungen zur Gesundheitsgefahr werden
Im Kampf gegen Fake-Medikamente prüft der Verband der Arzneimittel-Vollgroßhändler Mängel und Echtheit in fünf Sicherheitsstufen.
Ab heute müssen verschreibungspflichtige Arzneimittel vor der Abgabe an PatientInnen zwingend auf Echtheit überprüft werden. Die sogenannte Arzneimittel-Fälschungsrichtlinie geht somit in den Vollbetrieb. Wichtig, weil Österreich unter den EU-Top-Ländern bei Aufgriffen illegaler Medikamente und Plagiaten über Internetbestellungen rangiert.
Bei den Mitgliedern des österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhandelsverbandes PHAGO richtet sich das Augenmerk damit auf 82 % aller lagernden Arzneimittel. Das sind insgesamt fast 10 Millionen Packungen, aufgeteilt auf 23 Lager in ganz Österreich.
Konkret durchlaufen die Arzneimittel bei den Phago-Großhändlern folgende Sicherheitsstufen:
* Laufende Überprüfung beim Wareneingang, ob die Arzneimittelpackungen unversehrt sind und Manipulation ausgeschlossen werden kann.
* Prüfen der Echtheit von Medikamenten, die der Großhandel aus dem Ausland bezieht, durch Scannen des Codes.
* Wenn bei den Kontrollen Qualitätsmängel oder sogar ein Fälschungsverdacht entdeckt wird, schalten die Phago-Großhändler unmittelbar die zuständige Behörde ein und unterstützen aktiv bei der Aufklärung.
* Bezug ausschließlich von autorisierten Herstellern und Anbietern mit behördlicher Bewilligung.
* Erfassung und Dokumentation der Charge jeder einzelnen ausgelieferten Packung, um im Falle eines Rückrufes mangelhafter Ware rasch handeln zu können. Die entsprechenden Chargen sind damit nachverfolgbar.
PHAGO
Dr Monika Vögele
Mag. Mila Pohl
+43 1 71 72 8794
Email: office@phago.at
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