Postleitzahlen-Medizin: Helga Krismer fordert alle Spitäler zum Bund und eine Gesundheitskassa für alle ÖsterreicherInnen

Schluss mit Streitereien auf dem Rücken der Patientinnen und Patienten

Die Landessprecherin der Grünen Niederösterreich, Helga Krismer, sieht im aktuellen Streit zwischen Wien und Niederösterreich den Beleg für ein gescheitertes System. Sie fordert den Bund zum Handeln auf.

Der Streit um die Behandlung niederösterreichischer Patientinnen und Patienten in Wiener Spitälern erreicht mit der Klage eines abgewiesenen Patienten, unterstützt vom Land Niederösterreich eine neue Eskalationsstufe. Für Helga Krismer, Landessprecherin der Grünen Niederösterreich, ist dies das Symptom eines tiefgreifenden Strukturproblems.

SCHLUSS MIT STREITEREIEN AUF DEM RÜCKEN DER PATIENTINNEN UND PATIENTEN

„Menschen den Operationstisch zu verweigern, weil sie die falsche Postleitzahl oder vielleicht das falsche Parteibuch haben, darf in Österreich nicht sein“, kritisiert Helga Krismer scharf. „Die Streitereien um Geld auf Kosten der Gesundheit müssen aufhören. Der Bund will Reformen machen, dann soll er endlich in die Gänge kommen! Die rote Ministerin Korinna Schumann und die rote Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig müssen endlich aus ihrem Winterschlaf erwachen.“

DIAGNOSE: ZUSTÄNDIGKEITS- UND FINANZIERUNGSDSCHUNGEL

Für die Grünen ist der „Therapieerfolg“ für das Gesundheitssystem nur durch eine radikale Vereinfachung der Strukturen möglich. Der aktuelle Dschungel aus Kompetenzen passt nicht mehr in ein modernes Gesundheitswesen. Helga Krismer fordert daher:

* eine BUNDESWEITE FINANZIERUNG UND STEUERUNG SOWIE VERANTWORTUNG für alle Spitäler.
* eine EINHEITLICHE GESUNDHEITSKASSE für alle Österreicherinnen und Österreicher mit gleichen Beiträgen und Leistungen vom Bodensee bis zum Neusiedlersee.

Die Grünen weisen daher den Vorschlag von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig nach vier Gesundheitsregionen in Österreich ab, da dieser Weg wieder nur kleinkariert wäre und primär Wien helfen würde.

SPEZIALISIERUNG BRAUCHT ZENTRALE PLANUNG

Helga Krismer vergleicht die Entwicklung der Medizin mit dem Handel. „Der kleine Greißler um die Ecke ist mit den zugesperrten Gemeindespitälern vergleichbar. Heute braucht es medizinische ‚Feinkostläden‘ für Fachrichtungen oder große ‚Supermärkte‘ wie Universitätskliniken.“ Um Qualität und Sicherheit bei Operationen zu garantieren, sei eine gewisse Fallzahl pro Jahr nötig, was eine zentrale Planung unumgänglich macht. Eine bundesweite Steuerung des Personals verhindert somit den Kannibalismus zwischen den Landeshauptleuten um dieses und schafft Sicherheit für die Patientinnen und Patienten“, schließt Helga Krismer ab.

Pressesprecher
Michael Pinnow

Grüner Klub im NÖ Landtag
Telefon: +43676 944 72 69
E-Mail: michael.pinnow@gruene.at
Website: https://noe.gruene.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender