Projekt FACTory startet: Faktenchecks für die Logik sozialer Medien (FOTO)

Falschinformationen verbreiten sich in sozialen Netzwerken schnell und in unterhaltsamen Formaten wie Videos und Bildern. Faktenchecks dagegen erscheinen häufig noch in nüchternen, textlastigen Darstellungsformen – und erreichen viele Nutzerinnen und Nutzer auf mobilen Plattformen nur begrenzt. Das europäische Projekt FACTory (Building Reach & Amplifying Truth) setzt genau hier an. Ziel des Vorhabens ist es, Faktencheck-Inhalte sichtbarer, attraktiver und effizienter zu machen – auch für kleinere Redaktionen mit begrenzten Ressourcen.

„Falschbehauptungen sind auf schnelle Verbreitung optimiert – wenn Faktenchecks auf Social Media mithalten wollen, brauchen auch sie attraktive, plattformgerechte Formate, ohne Abstriche bei der journalistischen Qualität“, sagt Teresa Dapp, Leiterin dpa-Faktencheck und Geschäftsführerin der dpa-infocom GmbH.

FACTory wird von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) koordiniert und vereint fünf etablierte Faktencheck-Organisationen aus Europa. Gemeinsam entwickeln und testen sie neue Formate und Arbeitsabläufe, mit denen geprüfte Informationen besser auf sozialen Plattformen verbreitet werden können. Ein zentraler Bestandteil ist dabei der verantwortungsvolle Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

FAKTENCHECKS FÜR MOBILE UND VISUELLE PLATTFORMEN

Im Mittelpunkt stehen visuelle, interaktive und plattformgerechte Formate für Angebote wie TikTok, Instagram, YouTube oder Messenger-Dienste. Gleichzeitig arbeiten die Projektpartner an effizienteren Produktionsprozessen, die es ermöglichen, Faktenchecks schneller und skalierbarer umzusetzen.

Neben der dpa beteiligen sich an FACTory: Pravda Association (Polen), Lakmusz / Magyar Jeti Zrt (Ungarn), Delfi (Litauen) und Funky Citizens (Rumänien). Zudem holen die Teams lokale Partner ins Boot.

WISSENSTRANSFER FÜR NACHHALTIGE WIRKUNG

Damit die Ergebnisse über die 18-monatige Projektlaufzeit hinaus wirken, erstellt FACTory ein mehrsprachiges Playbook, das erprobte Formate, KI-gestützte Workflows und Best Practices dokumentiert. Ergänzend sind Workshops und Schulungen für die europäische Faktencheck-Community und weitere Interessierte geplant.

FACTory wird von der Europäischen Union im Rahmen der Ausschreibung CNECT/2024/1910855 kofinanziert.

ÜBER DPA:

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wurde 1949 gegründet und gehört zu den weltweit führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen. dpa beliefert Medien, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Angeboten. Dazu zählen Texte, Fotos, Videos, Grafiken, Hörfunkbeiträge und andere Formate. Als international tätige Agentur berichtet dpa in sieben Sprachen. Rund 1000 Journalistinnen und Journalisten arbeiten weltweit an etwa 140 Standorten. Gesellschafter der dpa sind rund 170 deutsche Medienunternehmen. Die Zentralredaktion der dpa unter der Leitung von Chefredakteur Sven Gösmann befindet sich in Berlin. Die Geschäftsführung um ihren Vorsitzenden Peter Kropsch ist am Unternehmenssitz in Hamburg tätig. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Daniel Schöningh (CEO Ippen-Mediengruppe, München).

Im In- und Ausland vertrauen Medien unterschiedlicher redaktioneller Ausrichtung der überparteilichen, neutralen und verifizierten Berichterstattung der dpa. Die dpa arbeitet nach den in ihrem Statut festgelegten Grundsätzen: unabhängig von Weltanschauungen, Wirtschaftsunternehmen oder Regierungen. Finanzielle Zuwendungen von staatlichen Stellen, Unternehmen und Privatpersonen lehnt die dpa ab. Projektgebundene Förderungen nimmt die dpa lediglich in einigen wenigen ausgesuchten Fällen und nach sorgfältiger Prüfung an. Eine Auflistung dieser Projekte ist auf unserer Website zu finden.

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