ROT-WEISS-ROT BAUEN als wirksame Antwort auf Sozialbetrug

GBH-Muchitsch: Öffentliche Aufträge müssen fair, regional und kontrollierbar vergeben werden

Alleine Scheinfirmen haben der öffentlichen Hand im Jahr 2025 einen Schaden von rund 500 Millionen Euro verursacht. Mehr als die Hälfte davon entfällt auf Sozialversicherungsbeiträge, ein weiterer großer Teil auf entgangene Lohnsteuern. Über 400 rechtskräftige Verurteilungen zeigen: Sozialbetrug ist kein Randphänomen, sondern ein massives strukturelles Problem.

Für die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) ist klar: Diese Zahlen sind ein Alarmsignal – und ein klarer Auftrag an Politik und öffentliche Auftraggeber.

„Scheinfirmen, dubiose Subunternehmerketten und Briefkastenfirmen schaden dem Staat massiv. Sie untergraben faire Betriebe, verzerren den Wettbewerb und gefährden Arbeitsplätze. Wer Sozialversicherungsbeiträge hinterzieht, betrügt nicht nur die Allgemeinheit, sondern auch jene Unternehmen, die Verantwortung übernehmen. Derzeit laufen wir dem Betrag nach, anstatt diese Machenschaften vorab zu verhindern“, betont Abg z. NR Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der GBH, anlässlich der heutigen Enquete im Finanzministerium zur Betrugsbekämpfung.

Muchitsch verweist darauf, dass öffentliche Auftragsvergaben eine zentrale Stellschraube im Kampf gegen Sozialbetrug sind: „Dort, wo ohne klare soziale und regionale Kriterien vergeben wird, haben Scheinfirmen leichtes Spiel. Genau hier setzt unsere GBH-Kampagne ROT-WEISS-ROT BAUEN an.“

ROT-WEISS-ROT BAUEN steht für öffentliche Aufträge an regionale Betriebe, mit heimischen Materialien, fairen Löhnen, Lehrlingsausbildung und sauberen Sozialversicherungs- und Steuerleistungen.

Ein zentrales Problem sind undurchsichtige Subunternehmerketten. Scheinfirmen treten oft als Subunternehmen auf und entziehen sich so der Kontrolle und Verantwortung. „Wer öffentliche Aufträge erhält, muss auch für seine Subunternehmen geradestehen – entlang der gesamten Kette“, betont Muchitsch. ROT-WEISS-ROT BAUEN setzt genau hier an.

„Wer regional vergibt, stärkt nicht nur die Wirtschaft vor Ort, sondern sorgt auch für Transparenz, Kontrolle und Sicherheit entlang der gesamten Lieferkette“, so Muchitsch.

Dass es funktioniert, zeigen Beispiele aus den Bundesländern. „Kärnten geht hier mit gutem Beispiel voran. Was dort möglich ist, muss auch in anderen Bundesländern umsetzbar sein. Die Frage ist nicht, ob es geht – sondern warum es noch nicht überall gemacht wird“, hält Muchitsch fest.

Die GBH arbeitet derzeit gemeinsam mit dem Vergaberechtsexperten RA Martin Schiefer an einem praxisnahen Leitfaden, der öffentlichen Auftraggebern zeigt, wie regionale, faire und rechtssichere Vergaben konkret umgesetzt werden können. „Wir wollen keine Schuldzuweisungen, sondern Lösungen. ROT-WEISS-ROT BAUEN ist ein konstruktiver Weg, um Sozialbetrug einzudämmen, Steuergeld zu schützen und Arbeitsplätze in Österreich zu sichern. Aus Verantwortung. Für Morgen. Für Alle“ , so Muchitsch abschließend.

GBH-Presse
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