
WKÖ-Schultz: Schutzklausel für Landwirtschaft beschlossen, Mercosur-Abkommen jetzt vorläufig anwenden
Abkommen ist die richtige und notwendige Antwort auf aktuelle geopolitische Realitäten – Mehr Tempo bei Ratifizierung – Vorteile für Österreich überwiegen
Nachdem das Europäische Parlament für die „bilaterale Schutzklausel“ gestimmt hat, die den Schutz der Landwirt:innen in der EU im Rahmen des Mercosur-Abkommens stärkt, spricht sich die WKÖ für eine rasche vorläufige Anwendung des Abkommens aus.
„Das Abkommen mit Mercosur eröffnet Chancen auf Wirtschaftswachstum und Versorgungssicherheit in Europa und Österreich. Die vorläufige Anwendung des Abkommens wäre daher ein notwendiger Schritt, damit Europa von den Vorteilen des Abkommens profitieren kann“, betont WKÖ-Präsidentin Martha Schultz, die einmal mehr klarstellt, dass das Abkommen für Europa die „richtige und notwendige Antwort auf die aktuellen geopolitischen Realitäten“ ist.
„Handelsabkommen sichern nicht nur Absatzmärkte, sondern tragen in einer zunehmend geopolitisch und geoökonomisch geprägten Welt auch zur Erreichung strategischer Autonomie bei. Außerdem zeigt der Blick auf vergangene Handelsabkommen, dass gerade exportstarke Länder wie Österreich massiv profitiert haben. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen sind Handelsabkommen wichtige Türöffner für Wachstumsmärkte“, so Schultz.
ZAHLREICHE ANLIEGEN DER LANDWIRTSCHAFT BERÜCKSICHTIGT
Für die WKÖ ist klar, dass Freihandelsabkommen fair und ausgewogen sein müssen. „Die Landwirtschaft hat berechtigte Anmerkungen eingebracht, von denen ein wesentlicher Teil umgesetzt wurde. Insgesamt überwiegen die Vorteile klar, die das Abkommen für Europa – und damit auch für das Exportland Österreich – bringt“, erklärt die WKÖ-Präsidentin.
Da das Abkommen bereits unterzeichnet ist, fordert die WKÖ nun mehr Tempo bei der vorläufigen Anwendung und beim weiteren Ratifizierungsprozess. „Die europäische Wirtschaft braucht Rechts- und Planungssicherheit. Wir können uns keine weiteren Verzögerungen mehr leisten“, so Schultz abschließend. (PWK054/ST)
Valentin Petritsch, MSC
Wirtschaftskammer Österreich
Sprecher der Präsidentin
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