Betrugsbekämpfung wirkt – aber wir müssen laufend dranbleiben

GBH-Muchitsch: ROT-WEISS-ROTE Vergaben statt billig betrügen

Die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) begrüßt das bereits im Jahr 2025 beschlossene Betrugsbekämpfungspaket der Bundesregierung gegen Steuerbetrug sowie Lohn- und Sozialdumping. Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, wie notwendig dieses schärfere Eingreifen war – und dass konsequente Kontrollen unverzichtbar sind.

„Dass bereits 2025 entschlossen gehandelt wurde, war richtig. Die Entwicklungen zeigen klar: Ohne starke Regeln und Kontrollen nimmt der Betrug sofort zu“, betont Abg. z. NR Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH). „Lohn- und Sozialdumping wurde 2021 erleichtert. Das hat ehrliche Betriebe geschwächt und Beschäftigte unter Druck gesetzt. Das Betrugsbekämpfungspaket 2025 war daher ein notwendiger Kurswechsel.“

Allein 2025 entstand durch Scheinunternehmen ein Schaden in der Höhe von rund 500 Millionen Euro. Für die GBH ist das ein klarer Beleg dafür, dass schärfere Maßnahmen, bessere Kontrollen und eine enge Zusammenarbeit der Behörden dringend notwendig sind.

Entscheidend ist aus Sicht der GBH, dass Betrugsmodelle nachhaltig erschwert und faire Vergaben wieder gestärkt werden. Öffentliche Aufträge dürfen nicht über Scheinfirmen, Briefkastenlösungen oder undurchsichtige Subunternehmerketten abgewickelt werden. Sie müssen dort ankommen, wo ordentlich gearbeitet wird, Steuern bezahlt werden und Beschäftigte fair entlohnt werden.

Muchitsch sieht im Finanz- sowie im Arbeits- und Sozialressort verlässliche Partner für diesen Weg:

„Mehr Steuergerechtigkeit ist ein gesellschaftlicher Fortschritt. Sie schützt ehrliche Betriebe, stärkt den fairen Wettbewerb und gibt den Menschen das Gefühl, dass Regeln auch durchgesetzt werden.“

Gleichzeitig warnt die GBH davor, sich auf ersten Erfolgen auszuruhen. „Betrug entwickelt sich weiter. Wer glaubt, ein Paket reicht für immer, irrt. Wir müssen ständig auf der Hut sein und laufend nachschärfen, wenn neue Schlupflöcher entstehen“, so Muchitsch.

„Faire Vergaben, faire Löhne und klare Regeln sind kein Selbstzweck“, hält Muchitsch abschließend fest. „Sie sichern Arbeitsplätze, stärken die regionale Wertschöpfung und die Qualität in unseren Betrieben. Genau hier setzt unsere Initiative ROT-WEISS-ROT BAUEN an: Öffentliche Aufträge müssen konsequent regional vergeben werden – transparent, kontrollierbar und fair. So bleibt die Wertschöpfung im Land. Und so werden Arbeitsplätze dort gesichert, wo auch die Steuern bezahlt werden.“

GBH-Presse
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