
Aktuelle Versorgungssituation mit Arzneimitteln zeigt differenziertes Bild
Verband der Arzneimittel-Vollgroßhändler Phago informiert über die aktuelle Lage.
Die aktuelle Versorgungslage bei Arzneimitteln zeigt je nach Produktgruppe unterschiedliche Entwicklungen. Insgesamt gibt es aktuell bei 1.300 Medikamenten Probleme mit dem Nachschub.
Um ein genaues Bild zu erhalten, beobachtet der Verband der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler Phago die Entwicklung bei den einzelnen Produktgruppen. Und so sieht es mit Stand Mitte Februar in den 23 Lagern der Phago-Großhändler aus:
* Die Lage bei Psychopharmaka bleibt unter Beobachtung.
* Erfreulicherweise sind beim Wirkstoff Bupropion, der zur Behandlung von Depressionen und zur Raucherentwöhnung verschrieben wird, aktuell alle Stärken beim Voll-Großhandel auf Lager.
* Antibiotische Augentropfen hingegen weisen nach wie vor zahlreiche Ausfälle auf.
* Einen großen Aufwand bringen Antidiabetika mit sich. Zum einen gibt es Lieferschwierigkeiten und Ausfälle. Zum anderen werden viele Artikel vom Hersteller wochenweise kontingentiert, sodass die Phago-Mitglieder 40 Prozent der Antidiabetika-Produkte als kritisch in der täglichen Abwicklung markiert haben.
KOMMISSION ZUR ARZNEIMITTELVERSORGUNG GEFRAGT
Der Verband der österreichischen Arzneimittelvollgroßhändler ist auch Mitglied der Kommission zur Arzneimittelversorgung (ehemals Task Force Lieferengpässe) und bringt dort die operative Markt- und Versorgungsexpertise ein.
Die Kommission tagt mindestens vierteljährlich, so auch im 1. Quartal 2026. Kommissions-Mitglied und Phago-Vorstand Bernd Grabner erklärt: „Die Arzneimittelversorgung wird maßgeblich auf Vollgroßhandelsebene sichtbar. Unsere Aufgabe ist es, Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und faktenbasiert zu handeln. Versorgungssicherheit entsteht durch Transparenz, Koordination und verlässliche Strukturen entlang der gesamten Lieferkette.“
VOLLGROSSHANDEL ALS STABILISIERENDER FAKTOR
Der österreichische Arzneimittelvollgroßhandel übernimmt eine zentrale Pufferfunktion zwischen Industrie und Apotheken. Durch Lagerhaltung, Sortimentsbreite und mehrmals tägliche Auslieferungen trägt er wesentlich zur Stabilisierung kurzfristiger Marktschwankungen bei.
PHAGO
Dr Monika Vögele
Mag. Mila Pohl
+43 1 71 72 8794
Email: office@phago.at
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