
Weltkastrationstag: Tierschutz Austria startet Streunerkatzen-Projekt in Österreich
Nachhaltiger Tierschutz beginnt bei Prävention – Kastrationsprojekt im Tierschutzhaus Vösendorf von 6. bis 8. März 2026
Zum Weltkastrationstag macht Tierschutz Austria auf eines der größten, oft unsichtbaren Tierschutzprobleme des Landes aufmerksam: die unkontrollierte Vermehrung freilebender Katzen. Von 6. bis 8. März 2026 organisiert die Tierschutzorganisation ein groß angelegtes Kastrationsprojekt für Streunerkatzen in Österreich – im Tierschutzhaus in Vösendorf.
VERSTECKTES LEID AUF SAMTPFOTEN
In mehreren Regionen Österreichs nehmen Populationen freilebender Katzen stark zu. Diese Tiere sind meist verwildert, ohne engen Kontakt zu Menschen aufgewachsen und entsprechend scheu. Ihr Leid bleibt daher oft im Verborgenen: Krankheiten, Parasitenbefall, Unterernährung und hohe Jungtiersterblichkeit sind keine Seltenheit. „Jede nicht kastrierte Katze kann in wenigen Jahren hunderte Nachkommen verursachen. Ohne gezielte Maßnahmen verschärft sich das Problem von Generation zu Generation“, so Stephan Scheidl, Leiter des Tierschutzhauses von Vösendorf, Tierschutz Austria.
KASTRATION ALS NACHHALTIGE LÖSUNG
Eine flächendeckende Kastration von Streunerkatzen – in Kombination mit der bestehenden gesetzlichen Kastrationspflicht für Freigängerkatzen – gilt als wirksamste Maßnahme, um das Tierleid langfristig einzudämmen. Halterinnen und Halter von Freigängerkatzen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Stephan Scheidl appelliert eindringlich an alle Katzenbesitzer:innen, dieser Verpflichtung nachzukommen. „Nur so könne verhindert werden, dass weitere unkontrollierte Populationen entstehen.“
INTERNATIONAL AKTIV – NUN AUCH VERSTÄRKT IN ÖSTERREICH
Die Organisation engagiert sich seit Jahren in internationalen Kastrationsprojekten für Hunde und Katzen, unter anderem in Bosnien, Rumänien, Kroatien und Griechenland.
Im Jahr 2026 startet nun erstmals ein eigenes, umfassendes Projekt in Österreich. In Kooperation mit regionalen Tierschutzinitiativen werden gezielt Streunerkatzen eingefangen, tierärztlich versorgt, kastriert und anschließend wieder in ihr gewohntes Revier zurückgebracht. Zusätzlich unterstützt Tierschutz Austria regelmäßig Vereine bei Kastrationen – insbesondere dort, wo Gemeinden keine finanzielle Unterstützung bereitstellen – oder führt Eingriffe im Auftrag von Gemeinden durch.
GROSSPROJEKT IM MÄRZ 2026
Der Auftakt findet von 6. BIS 8. MÄRZ 2026 IM TIERSCHUTZHAUS VÖSENDORF statt. Im Rahmen dieses Projekts übernimmt Tierschutz Austria sowohl die Organisation als auch die vollständigen Kosten der Kastrationen.
Teilnahmeberechtigt sind Tierschutzinitiativen und Gemeinden, die Streunerkatzen kastrieren lassen möchten. Privatpersonen werden gebeten, scheue oder herrenlose Katzen bei regionalen Tierschutzinitiativen zu melden, damit eine koordinierte und fachgerechte Vorgehensweise sichergestellt werden kann.
„PRÄVENTION IST GELEBTER TIERSCHUTZ“
Mit dem Projekt setzt Tierschutz Austria ein klares Zeichen: Nachhaltiger Tierschutz beginnt bei Prävention. Jede verhinderte ungewollte Geburt bedeutet weniger Leid auf Österreichs Straßen, Bauernhöfen und Industriebrachen.
Weitere Informationen zum Projekt und zu Beteiligungsmöglichkeiten sind auf der Website von Tierschutz Austria abrufbar.
Tierschutz Austria
Mag. Martin Aschauer
Telefon: 069916604075
E-Mail: martin.aschauer@tierschutz-austria.at
Website: https://www.tierschutz-austria.at/
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