VÖZ zu digitaler Transformation: Förderung zeigt Wirkung, Ziele noch nicht erreicht

Verlegerverband fordert deutliche Aufstockung der finanziellen Mittel, um heimische Titel- und Medienvielfalt zu bewahren

Der Fonds zur Förderung der digitalen Transformation leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die strukturelle und globalen Herausforderungen, mit denen die heimische Medienbranche konfrontiert ist, abzufedern. Durch die finanziellen Mittel gelingt es vielen Medienhäusern verlegerischer Herkunft, digitale Reichweiten aufzubauen und ihre digitalen Aboangebote auszubauen. Zu diesem Schluss kommt der heute von der RTR Medien präsentierte Evaluierungsbericht des Digitaltransformationsfonds durch das Berliner Beratungsunternehmen Goldmedia.

„Die Studie von Goldmedia dokumentiert einmal mehr eindrucksvoll das bestehende Marktversagen im Digitalbereich, das durch die großen Big-Tech-Unternehmen entstanden ist: Betrachtet man die steigenden Digitalabo-Umsätze, können diese die Rückgänge im Werbegeschäft nicht annähernd kompensieren“, sagt Maximilian Dasch, Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ). Zugleich betont er: „Die Anreizförderung und Projektförderung aus dem Digitaltransformationsfonds haben mehr als das Doppelte an Investitionen in technologische Weiterentwicklungen vonseiten der privaten Medienhäuser ausgelöst. Dieser positive Befund geht ebenfalls deutlich aus dem Bericht hervor.“

Zudem belegt der Evaluierungsbericht, dass der Fonds zur Förderung der digitalen Transformation wesentlich zur Absicherung des heimischen Medienstandorts ist. So werden etwa Arbeitsplätze für Journalistinnen und Journalisten erhalten und Medienhäuser verlegerischer Herkunft dabei unterstützt, rasch und nachhaltig auf den Innovationsdruck in Bezug auf die Transformation ihres Geschäftsmodells zu reagieren.

Allerdings zeigt der Bericht zugleich auch, dass der Fonds deutlich überzeichnet ist: In der Projektforderung, insbesondere im Förderziel Digitale Transformation, übersteigen die angesuchten Mittel seit mehreren Jahren deutlich das verfügbare Budget. Nach beihilfenrechtlicher Bewilligung der EU-Kommission wurde der Digitaltransformationsfonds für den Zeitraum 2022 bis 2027 mit insgesamt 134 Millionen dotiert. Nach Erteilung der Förderzusagen für das Jahr 2026 sind diese Fördermittel laut RTR Medien bereits so gut wie ausgeschöpft. Für das Förderjahr 2027 stehe lediglich noch ein niedriger einstelliger Millionenbetrag bereit.

„Es benötigt daher eine zügige Aufstockung der finanziellen Mittel und Notifizierung für den Zeitraum über 2027 hinaus, damit dieses wertvolle Instrument zur Absicherung des Medienpluralismus seine Ziele auch langfristig erreichen kann“, betont VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger abschließend.

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