
AVISO: PG Volksanwaltschaft 11. 3. – Schwerpunktprüfung in Psychiatrien – Entlassungsmanagement
Ergebnis: Sehr viele Patient*innen werden nicht zum optimalen Zeitpunkt entlassen
Die Volksanwaltschaft ist für die präventive Menschenrechtskontrolle in Einrichtungen zuständig, wo es zu Freiheitsentziehungen kommen kann. Für Menschen mit psychischen Erkrankungen ist es besonders wichtig, dass der Übergang von der stationären Behandlung in den psychiatrischen Abteilungen der Krankenhäuser zur Nachbetreuung bei niedergelassenen Fachärzt*innen und ambulanten Nachbetreuung gut funktioniert. Deshalb haben die Volksanwaltschaft und ihre Kommissionen (gemeinsam bilden sie den „Nationalen Präventionsmechanismus“ – NPM) bei ihren KONTROLLBESUCHEN IN PSYCHIATRIEN UND PSYCHIATRISCHEN ABTEILUNGEN DER KRANKENHÄUSER einen PRÜFSCHWERPUNKT AUF DAS THEMA ENTLASSUNGSMANAGEMENT gesetzt.
Vorab: SEHR VIELE PATIENT*INNEN WERDEN NICHT ZUM OPTIMALEN ZEITPUNKT ENTLASSEN. Das kann bedeuten, dass sie zu früh entlassen werden, damit Plätze frei werden, was das Rückfallsrisiko erhöht. Oder aber, sie müssen länger als medizinisch notwendig im Spital bleiben, weil es zum Beispiel keine passenden Angebote für Nachbetreuung oder betreutes Wohnen gibt.
BESONDERS BETROFFEN von fehlenden Betreuungsangeboten, aber auch von der regional manchmal schlechten Versorgung mit psychiatrischen Kassenärzt*innen, sind jene Bevölkerungsgruppen, die es sich nicht leisten können, auf privat finanzierte Angebote bzw. Wahlärzt*innen auszuweichen.
Zur Schwerpunktprüfung besuchten die Kommissionen der Volksanwaltschaft 2024 und 2025 bundesweit 56 stationäre psychiatrische Abteilungen.
_PRESSEGESPRÄCH_
„PRÜFSCHWERPUNKT PSYCHIATRIE – VOLKSANWALTSCHAFT KRITISIERT ENTLASSUNGEN ZUR FALSCHEN ZEIT“
Mit
* Volksanwalt Mag. Bernhard Achitz
* Ao. Univ. Prof.in Karin Gutiérrez-Lobos (Fachärztin für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Leiterin der Kommission 2 der Volksanwaltschaft)
* Mag. Martin Schenk (Sozialexperte der Diakonie und Mitinitiator der Armutskonferenz, Psychologe, Mitglied des Menschenrechtsbeirats der Volksanwaltschaft)
MITTWOCH, 11. MÄRZ 2026, 9:30 UHR, Volksanwaltschaft, 1010 Wien, Singerstraße 17 (U1/U3 Stephansplatz)
Die Teilnahme ist nur für Journalist*innen möglich, daher BITTEN WIR UNBEDINGT UM ANMELDUNG.
Florian Kräftner
Mediensprecher im Büro von
Volksanwalt Mag. Bernhard Achitz
Telefon: +43 664 301 60 96
E-Mail: florian.kraeftner@volksanwaltschaft.gv.at
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