ÖAMTC: Spritpreisanstieg seit Wochenbeginn unverhältnismäßig

Bei ähnlichem Rohölpreis waren Diesel und Super vor einem Jahr spürbar günstiger

Die Preissteigerungen im Februar – plus 4,1 Cent bei Diesel auf 1,529 Euro und plus 2,9 Cent bei Super auf 1,484 Euro – erwiesen sich bereits als Vorboten der aktuellen Entwicklungen im Nahem Osten. Mit Beginn der Kampfhandlungen im und um den Iran setzte sich der Aufwärtstrend Anfang März deutlich fort. Mit Stand gestern kostete Diesel durchschnittlich 1,739 Euro, Super 1,639 Euro pro Liter. Binnen einer Woche entspricht das einer Erhöhung von 17 Cent bei Diesel und 12 Cent bei Super.

Die schnelle und für alle spürbare Reaktion an den Tankstellen auf den gestiegenen Rohölpreis ist allerdings nur bedingt nachvollziehbar, denn der Blick auf den Jahresvergleich zeigt eine deutliche Diskrepanz: Der aktuelle Erdölpreis liegt in etwa auf dem Niveau vom Jänner 2025. Dennoch waren die Tankstellenpreise damals – insbesondere bei Diesel – spürbar niedriger als heute.

Während Konsument:innen seit Monaten vergeblich auf eine faire Weitergabe der gesunkenen Rohölpreise gewartet hatten, erfolgte die Weitergabe der Preiserhöhungen an den Zapfsäulen sofort und in deutlich höherem Ausmaß als es der Rohölpreis erwarten lassen würde. Aus Sicht des ÖAMTC fehlt damit trotz aktueller Eskalation im Nahen Osten jegliche Verhältnismäßigkeit.

_DIESELPREIS REAGIERT ERNEUT ETWAS STÄRKER_

Einmal mehr reagiert Diesel stärker auf geopolitische Entwicklungen als Super. Seit Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022 war Diesel in 37 von 48 Monaten das teurere Produkt an Österreichs Zapfsäulen. Im Durchschnitt lag der Dieselpreis in diesem Zeitraum je Liter rund fünf Cent über dem Benzinpreis. Aktuell sind es bereits schon wieder zehn Cent.

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