EQS-News: ANDRITZ mit starkem Auftragseingang und stabiler Rentabilität im Jahr 2025

EQS-News: Andritz AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis
ANDRITZ mit starkem Auftragseingang und stabiler Rentabilität im Jahr 2025

05.03.2026 / 07:30 CET/CEST
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• Auftragseingang steigt auf 8,9 Mrd. EUR (2024: 8,3 Mrd. EUR)
• Auftragsstand erreicht Rekordhöhe von 10,5 Mrd. EUR
• Moderater Umsatzrückgang um 5 %, vergleichbare EBITA-Marge stabil auf
hohem Niveau von 8,9 %
• Erhöhung der Dividende auf 2,70 EUR (2024: 2,60 EUR) pro Aktie
vorgeschlagen

GRAZ, 5. MÄRZ 2026. Trotz eines weiterhin schwierigen wirtschaftlichen
Umfelds und geopolitischer Überraschungen erzielte der internationale
Technologiekonzern ANDRITZ im Jahr 2025 solide Ergebnisse.

Der Auftragseingang der Gruppe erreichte 2025 8,9 Mrd. EUR – der zweithöchste
Stand in der Unternehmensgeschichte und ein deutlicher Anstieg von 7,6 %
gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber waren die Geschäftsbereiche Pulp & Paper
und Hydropower, die ihren Auftragseingang um 20 % bzw. 16 % steigern konnten,
während die Bereiche Environment & Energy und Metals einen Rückgang
verzeichneten.

Dr. Joachim Schönbeck, Vorstandsvorsitzender von ANDRITZ, erklärte: „Das
letzte Jahr hat uns erneut Disziplin und klare Prioritäten abverlangt, zumal
wir uns mit geopolitischen Hürden und einem zurückhaltenden Investitionsklima
konfrontiert sahen. ANDRITZ hat dennoch gute Ergebnisse erzielt, und ich bin
stolz darauf, wie unsere Teams die Herausforderungen gemeistert haben. Der
Auftragseingang ist gestiegen, der Auftragsstand erreichte ein neues
Rekordniveau und unsere Rentabilität war solide – all dies verdanken wir dem
Vertrauen unserer Kunden, der starken Partnerschaft mit unseren Lieferanten
und dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. ANDRITZ ist auch
für 2026 gut aufgestellt.“

Aufgrund der starken Entwicklung des Auftragseingangs lag das
Book-to-Bill-Verhältnis bei 1,13. Damit überstieg der Auftragseingang den im
Laufe des Jahres realisierten Umsatz. Infolgedessen stieg der Auftragsstand
zum Jahresende 2025 auf ein Rekordhoch von 10,5 Mrd. EUR (+7 % gegenüber Ende
2024), was eine solide Grundlage für die Umsatzrealisierung im Jahr 2026
darstellt.

Der Umsatz der Gruppe verzeichnete einen moderaten Rückgang um 5 % auf 7,9
Mrd. EUR. Unter Berücksichtigung der deutlich negativen Wechselkurseffekte
infolge des starken Euro im Jahr 2025 ist dies ein zufriedenstellendes
Ergebnis. Positiv ist, dass die ANDRITZ-Gruppe im vierten Quartal 2025 wieder
ein Umsatzwachstum verzeichnen konnte. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum
auf 2,3 Mrd. EUR (+2,6 % im Vergleich zu Q4 2024).

Der Service-Umsatz stieg in allen Geschäftsbereichen erneut an und erreichte
3,4 Mrd. EUR sowie einen Anteil von 44 % am Gesamtumsatz (2024: 41 %) –
jeweils neue Rekordwerte. ANDRITZ legte einen starken Fokus auf das Wachstum
im Servicebereich und stärkte damit gleichzeitig seine Partnerschaften mit
Kunden sowie die Stabilität seiner Erträge.

Die Rentabilität (vergleichbare EBITA-Marge) lag erneut stabil auf dem
Rekordniveau von 8,9 % (2024: 8,9 %). Diese Entwicklung wurde durch eine
verbesserte Projektabwicklung, diszipliniertes Kostenmanagement und das hohe
Niveau der Serviceumsätze unterstützt. Das Konzernergebnis betrug 457,1 MEUR
(-7,9 %), mit einer Konzernergebnis-Marge von soliden 5,8 % nahe dem
Rekordniveau von 2024 (6,0 %).

Zweitbester Auftragseingang 2025 dank Hydropower und Pulp & Paper

Im Geschäftsbereich Pulp & Paper stieg der Auftragseingang deutlich auf
3.348,1 MEUR (+20 % gegenüber 2024), getragen von Aufträgen aus den USA und
Asien. Darunter befanden sich Großaufträge für fünf neue Zellstoffwerke in
China infolge des Trends zur Integration der Zellstoffproduktion bei
Papierherstellern. In Deutschland führten neue Vorschriften zum Recycling von
Phosphor zu Aufträgen für den Bau von drei kompletten Anlagen zur Verbrennung
von Klärschlamm.

Im Geschäftsbereich Hydropower stieg der Auftragseingang auf ein Rekordniveau
von 2.516 MEUR (+16 % versus 2024). Das Wachstum wurde durch die steigende
Nachfrage nach erneuerbaren Energien, Netzstabilität und
Pumpspeicherkapazitäten angetrieben. Großaufträge kamen aus Amerika und
Asien, während der europäische Markt von Sanierungen und Modernisierungen
geprägt war. Zu den Großaufträgen zählten Ausrüstungen für das neue
1.500-MW-Pumpspeicherkraftwerk Tarali in Indien und das
720-MW-Wasserkraftwerk Srinagarind in Thailand. Diese Projekte unterstreichen
die Rolle der Wasserkraft als Eckpfeiler für die erneuerbare Energiezukunft.

Nach drei Jahren starken Wachstums lag der Auftragseingang im Bereich
Environment & Energy mit 1.566,2 MEUR leicht unter dem Vorjahreswert (-3 %).
Nach mehreren Quartalen mit Projektverzögerungen kehrte der Auftragseingang
in der zweiten Jahreshälfte wieder auf Wachstumskurs zurück (+11 % gegenüber
dem Vorjahr). Grund hierfür war die starke Nachfrage nach Lösungen für
saubere Luft in Europa und Nordamerika. Im Bereich grüner Wasserstoff und
CO[2]-Abscheidung wurden hingegen lediglich Engineering-Aufträge vergeben.

Der Geschäftsbereich Metals verzeichnete einen Auftragseingang von
1.479,4 MEUR (-13 % gegenüber 2024), was die geringe Investitionstätigkeit in
der Automobil- und Stahlindustrie widerspiegelt. Während der Markt das dritte
Jahr in Folge rückläufig war, konnte ANDRITZ seine Rentabilität durch weitere
Kapazitätsanpassungen sichern. Zu den Aufträgen zählten Pressenlinien für den
Automobilsektor sowie Anlagen zur Verarbeitung von Siliziumstahl. Letztere
ermöglichen die Elektrifizierung von Transport- und Energiesystemen.

2025 war ein weiteres sehr aktives Jahr im Bereich M&A: ANDRITZ tätigte sechs
größere Akquisitionen, um seine Servicekapazitäten und sein Umweltangebot zu
stärken sowie Lücken im Produktportfolio zu schließen. Die Akquisitionen von
LDX Solutions, A.Celli Paper, Salico Group, Diamond Power, Allen-Sherman-Hoff
und Sanzheng erfolgten im Einklang mit der selektiven und disziplinierten
M&A-Strategie des Unternehmens.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung werden die Aktionär:innen
von einer steigenden Ausschüttungsquote und einer Dividendenerhöhung auf
2,70 EUR (2024: 2,60 EUR) pro Aktie profitieren.

Ausblick 2026: Rückkehr zu Umsatzwachstum und anhaltend hohe operative
Rentabilität

Die ANDRITZ-Gruppe erwartet für 2026 eine Projektaktivität auf dem
derzeitigen Niveau und ein moderates Umsatzwachstum. Es wird mit einem Umsatz
zwischen 8,0 und 8,3 Mrd. EUR gerechnet. Die vergleichbare EBITA-Marge (ohne
nicht-operative Positionen) wird voraussichtlich weiterhin auf einem hohen
Niveau zwischen 8,7 % und 9,1 % liegen.

Die Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2025 im Detail:

• Der Auftragseingang für 2025 betrug 8.909,8 MEUR und stieg damit im
Vergleich zum Vorjahr deutlich an (+7,6 % vs. 2024: 8.276,9 MEUR). Die
Geschäftsbereiche Hydropower (+15,9 %) und Pulp & Paper (+20,4 %) konnten
den Auftragseingang steigern, während der Geschäftsbereich Environment &
Energy mit -3,3 % leicht rückläufig war. Der Auftragseingang im
Geschäftsbereich Metals stieg zwar in der ersten Jahreshälfte 2025 an
(+30,2 % gegenüber H1 2024: 670 MEUR), sank jedoch für das Gesamtjahr um
13,3 % aufgrund der geringeren Investitionstätigkeit der Automobil- und
Stahlhersteller.

• Der Auftragsstand belief sich zum Jahresende auf ein Rekordhoch von
10.457,5 MEUR (+7,3 % im Vergleich zu 2024: 9.749,9 MEUR).

• Der Umsatz ging leicht zurück und erreichte 7.883,1 MEUR (-5,2 % vs.
2024: 8.313,7 MEUR). Dies ist auf den geringeren Auftragseingang im
Vorjahr und negative Wechselkurseffekte in Höhe von 221,9 MEUR
zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Hydropower konnte seinen Umsatz im
Vergleich zum Vorjahr um 12,5 % steigern. Die Entwicklung im
Geschäftsbereich Environment & Energy (-0,1 %) war stabil. Die Bereiche
Pulp & Paper (-14,6 %) und Metals (-6,5 %) wiesen im Vergleich zum
Vorjahr einen Rückgang auf.

• Das vergleichbare EBITA im Jahr 2025 sank auf 698,4 MEUR (-6,0 % vs.
2024: 742,8 MEUR). Die operative Rentabilität (vergleichbare EBITA-Marge)
blieb mit 8,9 % im Jahr 2025 auf dem hohen Niveau des Vorjahrs (2024: 8,9
%). Grund hierfür waren ein positiver Umsatzmix und eine verbesserte
Projektabwicklung.

• Das EBITA sank auf 648,2 MEUR (-9,1 % vs. 2024: 713,0 MEUR), die
EBITA-Marge ging leicht auf 8,2 % zurück (2024: 8,6 %). Dies ist auf die
geringeren Umsätze und die höheren nicht-operativen Positionen von rund
50,2 MEUR zurückzuführen, die hauptsächlich mit
Restrukturierungsmaßnahmen in den Bereichen Metals und Pulp & Paper
zusammenhängen. 

• Das Konzernergebnis (vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) sank
auf 457,1 MEUR (-7,9 % gegenüber 2024: 496,5 MEUR), die
Konzernergebnis-Marge blieb jedoch auf einem robusten Niveau von 5,8 %
(2024: 6,0 %).

 
WICHTIGE FINANZKENNZAHLEN AUF EINEN BLICK
 

  Einheit 2025 2024 +/- Q4 2025 Q4 2024 +/-
-20,8
Auftragseingang MEUR 8.909,8 8.276,9 +7,6 % 2.003,2 2.528,4 %
+20,4 -16,3
    Pulp & Paper MEUR 3.348,1 2.779,8 % 679,1 811,6 %
-13,3 -22,8
    Metals MEUR 1.479,4 1.707,2 % 311,3 403,0 %
+15,9 -31,4
    Hydropower MEUR 2.516,1 2.170,5 % 646,2 941,6 %
    Environment &
Energy MEUR 1.566,2 1.619,4 -3,3 % 366,6 372,2 -1,5 %
Umsatz MEUR 7.883,1 8.313,7 -5,2 % 2.344,7 2.285,6 +2,6 %
-14,6
    Pulp & Paper MEUR 2.956,9 3.461,1 % 872,9 855,8 +2,0 %
    Metals MEUR 1.694,1 1.811,2 -6,5 % 476,3 461,0 +3,3 %
+12,5
    Hydropower MEUR 1.729,5 1.537,9 % 554,3 505,4 +9,7 %
    Environment &
Energy MEUR 1.502,6 1.503,5 -0,1 % 441,2 463,4 -4,8 %
Auftragsstand (per
ultimo) MEUR 10.457,5 9.749,9 +7,3 % 10.457,5 9.749,9 +7,3 %
EBITDA MEUR 823,4 887,9 -7,3 % 245,6 253,0 -2,9 %
EBITDA-Marge % 10,4 10,7 – 10,5 11,1 –
EBITA MEUR 648,2 713,0 -9,1 % 199,6 205,9 -3,1 %
EBITA-Marge % 8,2 8,6 – 8,5 9,0 –
Vergleichbares EBITA MEUR 698,4 742,8 -6,0 % 227,6 232,7 -2,2 %
Vergleichbare
EBITA-Marge % 8,9 8,9 – 9,7 10,2 –
-12,0
EBIT MEUR 582,8 661,9 % 185,5 192,2 -3,5 %
+207,1 +238,6
Finanzergebnis MEUR 16,5 -15,4 % 7,9 -5,7 %
EBT MEUR 599,3 646,5 -7,3 % 193,4 186,5 +3,7 %
Konzernergebnis
(vor Abzug von nicht
beherrschenden
Anteilen) MEUR 457,1 496,5 -7,9 % 154,2 154,3 -0,1 %
Konzernergebnis-Marge % 5,8 6,0 – 6,6 6,8 –
Ergebnis je Aktie EUR 4,67 5,02 – 1,57 1,57 –
Cashflow aus
betrieblicher +45,9
Tätigkeit MEUR 652,7 636,5 +2,5 % 339,2 232,5 %
+13,5 +30,2
Investitionen MEUR 269,5 237,5 % 105,5 81,0 %
Beschäftigte
(per ultimo,
ohne Lehrlinge) – 30.346 30.003 +1,1 % 30.346 30.003 +1,1 %
               

Alle Zahlen gemäß IFRS. Bei der Summierung gerundeter Beträge und
Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen
Rechendifferenzen auftreten. MEUR = Millionen Euro. EUR = Euro.

– Ende –

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ANDRITZ-GRUPPE
Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ liefert hochentwickelte
Anlagen, Ausrüstungen, Serviceleistungen und digitale Lösungen für
verschiedenste Industrien und Bereiche, darunter Zellstoff und Papier,
Metall, Wasserkraft, Umwelt. Die 1852 gegründete, börsennotierte Gruppe mit
Hauptsitz in Österreich beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter an 280 Standorten in über 80 Ländern.

Als globaler Technologie- und Innovationsführer engagiert sich ANDRITZ für
Fortschritt zum Nutzen von Kunden, Partnern, Beschäftigten, der Gesellschaft
und der Umwelt. Wachstumstreiber des Unternehmens sind nachhaltige Lösungen
für den grünen Wandel, innovative Digitalisierung für industrielle
Höchstleistungen und umfassender Service, der den Wert der Kundenanlagen über
den gesamten Lebenszyklus hinweg maximiert. ANDRITZ. FÜR WACHSTUM, DAS ZÄHLT.

GESCHÄFTS- UND FINANZBERICHTE
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05.03.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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2. press@press.andritz.com
3. https://eqs-cockpit.com/cgi-bin/fncls.ssp?fn=redirect&url=f26785b9f1adff6d1f459649b7f188ee&application_id=2285884&site_id=apa_ots_austria~~~18b544d0-9c71-4160-bd95-cc8b9aff9fbf&application_name=news
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8. https://eqs-cockpit.com/cgi-bin/fncls.ssp?fn=redirect&url=37b6495ea0feffb3133b5dbd4a8154ed&application_id=2285884&site_id=apa_ots_austria~~~18b544d0-9c71-4160-bd95-cc8b9aff9fbf&application_name=news

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