Bundesheer stärkt Frauenanteil und präsentiert Rekordzahlen zum Weltfrauentag

Zahl freiwilliger Meldungen von 216 auf 262 im Jahr 2025 gestiegen

Am Donnerstag, dem 5. März, empfing Verteidigungsministerin Klaudia Tanner anlässlich des 116. Weltfrauentages in der Rossauer Kaserne in Wien zahlreiche Mitarbeiterinnen. An dem Programm nahmen 38 Soldatinnen und 195 weibliche Zivilbedienstete teil und nutzten Fachvorträge, Gespräche sowie praktische Übungen. Ergänzend zu Kamingesprächen und Vorträgen wurden zudem eine Körperzusammensetzungsmessung und ein Selbstverteidigungskurs angeboten.

„Frauen tragen entscheidend zum Erfolg des Bundesheeres bei. Wir schaffen echte Chancen, öffnen Zugänge und stärken Frauen, die Verantwortung übernehmen wollen. Der Weg ist klar: Wir bauen auf Kompetenz, Vielfalt und Teamgeist, denn das macht unser Bundesheer stärker“, betont Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Im Fokus der Veranstaltung standen aktuelle Zahlen, Entwicklungen und Perspektiven für Frauen im Bundesheer. So ist die Zahl der aktiven Soldatinnen in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen: von 290 im Jahr 2015 auf über 650 (Stand 1. Jänner 2025). Außerdem nahm die Zahl der freiwilligen Meldungen für den Ausbildungsdienst in Mannschafts- und Chargenfunktionen von 216 im Jahr 2024 auf 262 im Jahr 2025 zu. Das entspricht einem Anstieg von mehr als 20 % und ein klares Zeichen für wachsendes Interesse. Neben der steigenden Beteiligung bei freiwilligen Diensten gibt es zahlreiche Initiativen zur Förderung und Vernetzung von Frauen im Ressort. Beginnend beim jährlich durchgeführten Girls’ Day, der jungen Frauen ihre Karrieremöglichkeiten beim Bundesheer aufzeigt. In Zusammenarbeit mit der LEA Role Model Initiative werden darüber hinaus Frauen, die in ihren Bereichen bereits als Vorbilder wirken, verstärkt sichtbar gemacht. Bereits seit einiger Zeit ist die ranghöchste Soldatin, Generalmajor Sylvia Sperandio, Teil der Initiative; nun wird diese Plattform auf weitere Frauen mit besonderen Laufbahnen im Bundesheer ausgeweitet. Auch für Frauen, die bereits im Ressort arbeiten, gibt es verschiedene Förderangebote. Dazu zählen das Soldatinnen-Mentoring im militärischen Bereich, das ressortübergreifende Cross-Mentoring zur Unterstützung auf dem Weg in Führungspositionen sowie das Pilotprojekt „Führung weiblich gedacht“ zur Stärkung von Frauen in Führungsrollen.

Gerade anlässlich des Weltfrauentages gilt es hervorzuheben, dass der Anteil weiblicher Soldaten seit der Zulassung von Frauen zum Bundesheer im Jahr 1998 und seit der Einführung des freiwilligen Grundwehrdienstes für Frauen am 1. April 2023 stetig gestiegen ist. Ein Beleg dafür, dass Gleichstellung und Mitwirkung von Frauen im Bundesheer langfristig vorangetrieben werden. Gleichzeitig ist die Weiterentwicklung kein abgeschlossenes Projekt, sondern nach wie vor ein fortlaufender Auftrag.

Weitere Einblicke in die beruflichen Perspektiven und Laufbahnen für Soldatinnen gibt es online auf der Karriereseite des Bundesheers: https://karriere.bundesheer.at/karriere/soldatin

Bundesministerium für Landesverteidigung
Telefon: +43 664-622-1005
E-Mail: presse@bmlv.gv.at
Website: http://www.bundesheer.at
@Bundesheerbauer

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