
Erfolgsmodell MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)-Mittelschule
Erste Zwischenergebnisse zeigen, der bundesweite Schulversuch begeistert Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte.
Österreich braucht dringend mehr gut ausgebildete Fachkräfte in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Sie sind der Schlüssel für Innovationen und die Wissensmotoren der Zukunft. Das Bildungsministerium hat dazu einen Schulversuch, die „MINT-Mittelschule“, ausgeschrieben, der seit 2022 an 57 Standorten bundesweit erprobt wird. Dafür wurde ein Lehrplan für das neue, mit elf Wochenstunden ausgestattete und interdisziplinär unterrichtete Fach „MINT“ entwickelt. Nun gibt es erste Zwischenergebnisse des bundesweiten Schulversuchs, die Tendenzen aufzeigen: Das innovative Modell erhält ein hervorragendes erstes Feedback von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Schulleitungen und Eltern. Der Schulversuch läuft noch bis zum Schuljahr 2028/29 und wird von der Universität Klagenfurt und der Pädagogischen Hochschule Kärnten (IMST) weiterhin begleitet und evaluiert.
„Wenn wir sehen, mit wie viel Freude und Kreativität Kinder in den MINT-Mittelschulen an die Themen der Zukunft herangehen, ist das ein klares Signal“, so Bildungsminister Christoph Wiederkehr.
BEGEISTERUNG BEI DEN JUGENDLICHEN, ZUFRIEDENHEIT BEI DEN ELTERN
Die erste Tranche der wissenschaftlichen Begleitforschung, an der im Schuljahr 2024/25 über 4.000 Schülerinnen und Schüler aus 57 MINT-Mittelschulen teilnahmen, liefert klare Tendenzen:
* HOHE ZUFRIEDENHEIT: Praxisnahe Projekte, Exkursionen in Betriebe und eigenständiges Forschen kommen bei den Jugendlichen hervorragend an.
* STARKE MOTIVATION: Lernen aus Freude und Überzeugung ist im MINT-Unterricht besonders ausgeprägt.
* CHANCENGLEICHHEIT: Das Konzept begeistert Mädchen und Buben gleichermaßen und leistet einen Beitrag dazu, veraltete Rollenbilder abzubauen.
Auch die Eltern stellen dem Modell ein hervorragendes Zeugnis aus: Eine große Mehrheit der Befragten bescheinigt den MINT-Mittelschulen eine exzellente Ausbildungsarbeit und betont die Wichtigkeit der MINT-Kompetenzen für die Zukunft ihrer Kinder.
LEHRKRÄFTE: ENGAGIERT UND LÖSUNGSORIENTIERT
Die befragten Lehrkräfte zeigen hohes Engagement und sehen im MINT-Schulversuch ein zukunftsweisendes Modell. Gleichzeitig formulieren sie klare Wünsche für eine dauerhafte Verankerung:
* GEZIELTE FORTBILDUNGSANGEBOTE: Als direkte Antwort auf den Bedarf wurde bereits gehandelt. Seit dem Schuljahr 2025/26 bieten neun Pädagogische Hochschulen den umfassenden Hochschullehrgang „MINT“ an. Die Anmeldung für weitere interessierte Lehrkräfte der Sekundarstufe aus ganz Österreich ist ab jetzt möglich. (Infos: https://hlgmint.at)
* PRAXISERPROBTE UNTERRICHTSMATERIALIEN: Der Wunsch nach eigens entwickelten MINT-Unterrichtsmaterialien für das neue, verschränkt unterrichtete Fach „MINT“ zeigt, dass die Schulen den Schulversuch aktiv weiterentwickeln möchten. Um die Schulen zu unterstützen, hat die Initiative IMST (Innovationen machen Schulen TOP) eine zentrale Onlineplattform mit qualitätsgeprüften MINT-Materialien entwickelt. (https://www.imat.ac.at/sammlung-der-mint-unterrichtsmaterialien/)
HOHE NACHFRAGE UND DER WUNSCH NACH FIXER ETABLIERUNG
Bildungsministerium
Susanne Leiter
Telefon: +43 1 53120-5006
E-Mail: susanne.leiter@bmb.gv.at
Universität Klagenfurt
Prof. Dr. Florian H. Müller
Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung
florian.mueller@aau.at
+43 463 2700 6169
Dr.in Carina Spreitzer
Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung
carina.spreitzer@aau.at
+43 463 2700 6235
Pädagogische Hochschule Kärnten
Dr.in Christine Ragginer
christine.ragginer@phk.ac.at
+43 463 2700 6235
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