
Voglauer/Grüne: „Sachkunde-Kurse brauchen qualifizierte Hundetrainer:innen, keine selbsternannten Experten“
„Der Entwurf zur Novelle der Tierhaltungsverordnung muss, was die Sachkunde-Kurse für Hundehalter:innen betrifft, unbedingt nachgebessert werden“, attestiert Olga Voglauer, Tierschutzsprecherin der Grünen.
Noch bis 13. März liegt der Entwurf zur Begutachtung und Stellungnahme auf, ab Sommer wird der Sachkundenachweis verpflichtend. „Die in den Erläuterungen zum Entwurf aufgelistete Gruppe, die diese Kurse abhalten soll, ist viel zu weit gefasst. Es kann nicht sein, dass das Ministerium in den letzten Jahren mit dem Zertifikat ‚tierschutzqualifizierte:r Hundetrainer:in‘ ein eigenes Gütesiegel für professionell arbeitende, qualitätsvolle Ausbilder:innen einführt, und nun in der Verordnung jeden selbsternannten ‚Experten‘ diese Kurse und Prüfungen abhalten lassen will. Es gibt österreichweit hunderte zertifizierte ‚tierschutzqualifizierte Hundetrainer:innen‘, um diese Ausbildungen anzubieten“, erklärt Voglauer.
Auch die zahlreichen Ausnahmen von der Verpflichtung zum Sachkundenachweis stoßen Voglauer sauer auf: „Nur weil jemand bereits einen Hund hat, oder in den letzten Jahren einen gehalten hat, kann doch von Sachkunde noch lange keine Rede sein. Diese Verordnung kann und darf nicht in dieser Form beschlossen werden, hier muss dringend nach der Begutachtungsphase nachgeschärft werden.“
„Die zuständige Staatssekretärin Königsberger-Ludwig wäre gut beraten, sich die kritischen Stellungnahmen der Tierschutzorganisationen ganz genau durchzulesen, damit die Novelle ihren Zweck auch wirklich erfüllen kann. Immerhin geht es hier um die Sicherheit und den Schutz von Tieren und Menschen gleichermaßen“, so Voglauer.
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