
Schwarz: Sexismus und Machtmissbrauch dürfen im ORF keinen Platz haben – egal, auf welcher Ebene!
Mit dem heutigen Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann zieht die ORF-Spitze die Konsequenz aus schwerwiegenden Vorwürfen des Fehlverhaltens. Der STEIRISCHE SP-KLUBOBMANN HANNES SCHWARZ begrüßt diesen Schritt als notwendiges Signal, fordert jedoch eine lückenlose Aufklärung, die über die Person des Generaldirektors hinausgeht: _„Sexismus und Machtmissbrauch dürfen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk keinen Millimeter Platz haben – egal, auf welcher Ebene sie stattfinden.“_
_„Dass Roland Weißmann durch seinen Rücktritt Schaden vom Unternehmen abwenden möchte, ist der einzig richtige Weg. Vorwürfe der sexuellen Belästigung müssen mit aller Härte und Transparenz geprüft werden“_, so SCHWARZ. Nur einen Tag nach dem Weltfrauentag sei dieses Vorgehen eine Mahnung an alle Verantwortlichen: _„Der ORF hat eine enorme Vorbildwirkung für unsere Gesellschaft. Wir können nicht gestern Sonntagsreden zum Frauentag halten und heute zur Tagesordnung übergehen, wenn Frauen am Arbeitsplatz schikaniert oder belästigt werden.“_
GLEICHE MASSSTÄBE FÜR ALLE
SCHWARZ betont jedoch, dass Konsequenz keine Einbahnstraße sein dürfe. Durch die enorme Vorbildwirkung müsse beim ORF streng hingesehen werden: _„Wir fordern von allen verantwortlichen Stellen ein genauso offenes Auge und ein ebenso konsequentes Vorgehen auf allen Ebenen – auch innerhalb der Reihen des Stiftungsrates“_, stellt SCHWARZ klar. _„Es darf nicht sein, dass im ORF zweierlei Maß gemessen wird: rasche Konsequenzen an der Spitze, aber Schutzmantel für Personen in den Aufsichtsgremien oder der zweiten Reihe, nur weil sie politisch gut vernetzt sind.“_
VORBILDWIRKUNG GEGEN CHAUVINISMUS UND SEXISMUS
Der steirische SP-Klubobmann erinnert daran, dass Machtmissbrauch oft dort beginnt, wo Abhängigkeiten ausgenutzt werden – etwa durch Drohungen wie ‚Ohne mich bist du gar nichts‘._ „Solch ein Chauvinismus und das gezielte Legen von ‚verbrannter Erde‘ für die berufliche Zukunft von Frauen muss ein Ende haben.“_
HANNES SCHWARZ abschließend: _„Die vorläufige Führung durch Ingrid Thurnher garantiert Stabilität. Doch diese Phase muss nun genutzt werden, um einen echten Kulturwandel einzuleiten. Wer Frauen belästigt oder seine Macht missbraucht, hat in einem modernen Medienunternehmen nichts verloren – ganz egal, von wem er im Hintergrund geschützt wird.“_
SPÖ Landtagsklub Steiermark
Jasmin Puchwein
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