Soziales Lagebild 2025: Grundwehrdiener bewerten Ausbildung positiver

80 Prozent Zustimmung zum Grundwehrdienst und starkes Vertrauen in Vorgesetzte

Am Dienstag, dem 10. März, stellte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner das „Soziale Lagebild 2025“ des Bundesheeres vor. Wolfgang Prinz, Leiter des Referats Strategische Markt- und Meinungsforschung, präsentierte Ergebnisse aus Befragungen von Ressortbediensteten, Grundwehrdienern und Milizangehörigen. Das Lagebild beantwortet zentrale Fragen zur aktuellen Stimmung im Bundesheer, zur Zufriedenheit mit der Ausbildung, der Führung, den Arbeitsbedingungen sowie zur Vereinbarkeit von Dienst und Privatleben. Besonders deutlich zeigt sich, dass immer mehr Grundwehrdiener ihren Grundwehrdienst als sinnvoll erleben und ihre Entscheidung, den Präsenzdienst zu leisten, heute positiver bewerten als noch vor wenigen Jahren.

„Es freut mich sehr, dass viele Grundwehrdiener heute mit ihrem Wehrdienst deutlich zufriedener sind als in der Vergangenheit. Besonders wichtig ist, dass die Mehrheit die Ausbildung als sinnvoll empfindet. Das ist ein klares Zeichen, dass die Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Ausbildung, Führung und Rahmenbedingungen greifen. Gleichzeitig sehen wir, dass Vertrauen in die Vorgesetzten und die Zusammenarbeit unter den Kameradinnen und Kameraden steigt – das spricht für die Motivation und Einsatzbereitschaft im Bundesheer“, betonte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Ein zentrales Ergebnis betrifft die Sinnhaftigkeit der Ausbildung: 2025 gaben 72 Prozent der Grundwehrdiener an, ihre Ausbildung als sinnvoll zu erleben, 2021 waren es 60 Prozent. Auch die Bewertung des Wehrdienstes stieg: 80 Prozent hielten 2025 ihre Entscheidung für richtig oder eher richtig (2021: 69%). Ein ebenfalls positives Bild zeigt sich auch bei der Beziehung zu den direkten Vorgesetzten: 72 bis 79 Prozent der Bediensteten vertrauen ihren Führungskräften, besonders Zivilbediensteten zeigen seit 2023 einen positiven Trend. Die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz ist hoch. Rund drei Viertel der Bediensteten und etwa die Hälfte der Grundwehrdiener bewerten ihren Arbeitsplatz positiv. Mit ihrer Ausbildung sind 65 Prozent der Bediensteten und rund 81 Prozent der Grundwehrdiener zufrieden. Viele geben an, dass die Zusammenarbeit innerhalb des Bundesheeres gut funktioniert. 65 Prozent der Bediensteten und drei Viertel der Milizangehörigen sehen eine gute Vereinbarkeit von Beruf bzw. Dienst und Privatleben. Eine stabile Mehrheit steht hinter den Aufgaben des Bundesheeres, rund 70 Prozent sprechen sich für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus.

Das Soziale Lagebild ist ein jährlicher Bericht des Bundesministeriums für Landesverteidigung, der von der Abteilung Zielgruppenkommunikation erstellt wird. Er zeigt, wie Bedienstete, Grundwehrdiener und Milizangehörige ihre Ausbildung, Führung, Zusammenarbeit und Arbeitsbedingungen erleben. Der Bericht gibt konkrete Empfehlungen für die Steuerung der personellen Einsatzbereitschaft und kann Trends im Bundesheer aufzeigen. Gleichzeitig dient er der uneingeschränkten Informationsweitergabe an alle Bediensteten, erhöht die Transparenz im Ressort und unterstützt die Weiterentwicklung der Organisationskultur.

Bundesministerium für Landesverteidigung
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