WKNÖ Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder begrüßt das klare Nein zur Leerstandsabgabe

FG Obmann Wild: Ein klares Bekenntnis für den Immobilienmarkt!

„Niederösterreich setzt ein klares Signal für den Eigentumsschutz und gegen neue Steuerbelastungen. Während andere Bundesländer auf restriktive Abgaben setzen, forciert Niederösterreich Anreize und Beratung. Die Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder begrüßt diesen Weg ausdrücklich. Das sind echte, positive Effekte für den Standort“, freut sich der Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder der WKNÖ, Johannes Wild.

In der Debatte um leerstehende Häuser, Wohnungen und Geschäftslokale hat das Land Niederösterreich eine klare Richtungsentscheidung getroffen: Eine Leerstandsabgabe wird es im flächengrößten Bundesland nicht geben. Auch Steuern auf Eigentum werden seitens des Landes grundsätzlich abgelehnt. Man setze stattdessen auf die Eigenverantwortung der Besitzer sowie auf gezielte Unterstützung durch Förderungen.

JOHANNES WILD: „EIN SIEG DER VERNUNFT FÜR DEN NIEDERÖSTERREICHISCHEN IMMOBILIENMARKT“

Wild zeigt sich über diese Entscheidung erfreut: „Der Verzicht auf die Leerstandsabgabe ist eine vernünftige Entscheidung mit Weitblick. Eine solche Steuer wäre nicht nur ein bürokratisches Monster, sondern auch ein massiver Eingriff in die Eigentumsrechte. Wir brauchen niemanden, der kontrolliert, wer wann in seinen eigenen vier Wänden übernachtet, sondern Rahmenbedingungen, die Investitionen fördern statt sie zu bestrafen.“

Wild betont, dass die Immobilienwirtschaft bereits unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen arbeite. Eine zusätzliche Belastung hätte laut dem Fachgruppenobmann keine einzige Wohnung zusätzlich auf den Markt gebracht, sondern lediglich die Kosten für Verwaltung und Kontrolle in die Höhe getrieben. „Eigentümer haben naturgemäß das größte Interesse daran, ihre Immobilien sinnvoll zu nutzen und Erträge zu erwirtschaften. Leerstand ist oft das Ergebnis komplexer rechtlicher oder baulicher Hürden, nicht fehlenden Willens“, so Wild weiter. „Vermietung wird durch die unsicheren bundesrechtlichen Rahmenbedingungen immer schwieriger gemacht. Außerdem hat Niederösterreich erkannt, dass wir fernab von Wien ein Land sind, in welchem nicht große ausländische Investoren hunderte Anlagewohnungen besitzen. In der Regel sind es fleißige Bürger, die für sich und ihre Nachkommen im Schnitt mit einer kleineren Wohnung vorsorgen.“

DANK FÜR UNTERSTÜTZUNG BEI SANIERUNGSERLEICHTERUNGEN UND KIM-VERORDNUNG

Neben dem Verzicht auf die Abgabe lobt Wild die Landesregierung für ihren konsequenten Einsatz an der Seite der Immobilientreuhänder. Besonders hervorzuheben sei die Unterstützung bei der Schaffung von Sanierungserleichterungen. „Das Land Niederösterreich hat erkannt, dass die Revitalisierung des Bestands der Schlüssel zu nachhaltigem Wohnraum ist. Durch gezielte Förderinstrumente und den Abbau bürokratischer Hürden bei Sanierungen wird echter Mehrwert geschaffen. Mit der neuen Sanierungsverordnung ist Niederösterreich ein echter Vorreiter“, erklärt Wild.

Ein weiterer entscheidender Punkt für den gesamten Immobiliensektor war für Wild der Einsatz Niederösterreichs gegen die restriktive KIM-Verordnung (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungs-Verordnung). Die strengen Regeln bei der Kreditvergabe hatten den privaten Wohnbau zuletzt fast zum Erliegen gebracht. „Die Landeshauptfrau persönlich hat sich an unserer Seite für die Abschaffung dieser praxisfernen Schikanen stark gemacht. Das Ende der Verordnung hat vielen jungen Familien und der gesamten Bau- und Immobilienwirtschaft in Niederösterreich wieder eine Perspektive gegeben“, betont der Fachgruppenobmann.

ANREIZE STATT ZWANG: DIE NIEDERÖSTERREICHISCHE LÖSUNG

„Wir wollen alle Wohnraum aktivieren. Dafür stehen wir jedenfalls als Partner bereit, um gemeinsam mit Gemeinden und dem Land an Lösungen zu arbeiten, die den Leerstand reduzieren, ohne das Vertrauen in den Rechtsstaat und das Eigentum zu untergraben“, so Wild. „Mit der klaren Absage an die Leerstandsabgabe und dem Fokus auf Sanierung und faire Finanzierungsbedingungen festigt Niederösterreich seinen Ruf als eigentümerfreundliches Bundesland, das auf Wirtschaftswachstum durch Anreize statt durch neue Belastungen setzt. Ein vorbildlicher Weg, den wir geschlossen mitgehen und natürlich auch gerne mitgestalten“, schließt Wild.

Wirtschaftskammer Niederösterreich
Dr. Clemens Grießenberger
Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder
Wirtschaftskammer Niederösterreich
Wirtschaftskammer-Platz 1 | 3100 St. Pölten
T 02742 851-19722
E immobilien@wknoe.at | W www.wkimmo.at/noe

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