
WKÖ-Danninger: Steuermehreinnahmen aus hohen Treibstoffpreisen zurückgeben
Klare Absage an Preiseingriffe: gefährden Versorgungssicherheit in Österreich – Stattdessen CO₂-Bepreisung oder Mineralölsteuer temporär senken
„Die aktuelle Lage im Nahen Osten wirkt sich bereits deutlich auf die Energie- und Treibstoffpreise aus. Für viele Betriebe – vom Transport über Handwerk bis zur Industrie – bedeutet das zusätzliche Kosten in einer ohnehin wirtschaftlich schwierigen Phase“, sagt WKÖ-Generalsekretär Danninger. Während Unternehmen mit steigenden Preisen kämpfen, steigen gleichzeitig die Steuereinnahmen des Staates: „Wenn die Preise an der Zapfsäule steigen, steigen automatisch auch die Einnahmen aus Steuern. Zusätzliche Einnahmen müssen jetzt rasch an die Wirtschaft zurückgegeben werden. Die Betriebe brauchen Entlastung – nicht zusätzliche Belastung“, so Danninger. Konkret spricht sich die Wirtschaftskammer für eine Senkung der CO₂-Bepreisung und der Mineralölsteuer aus. „Österreich liegt bei der Mineralölsteuer deutlich über dem EU-Mindestniveau. Eine Absenkung auf das europäische Mindestmaß würde sofort Wirkung zeigen und Unternehmen spürbar entlasten.“
BRAUCHEN GEZIELTE ENTLASTUNGEN UND KEINE PREISEINGRIFFE
Der Forderung nach Preiseingriffen erteilt der WKÖ-Generalsekretär eine klare Absage. „Preiseingriffe gefährden die Versorgungssicherheit in Österreich und sind in der derzeitigen Situation absolut fehl am Platz“, so Danninger. „Deshalb braucht es gezielte Entlastung bei den Spritkosten für die Betriebe. Gleichzeitig müssen auch strukturelle Maßnahmen folgen – etwa weniger Bürokratie und niedrigere Lohnnebenkosten. Nur so schaffen wir wieder Luft für Investitionen, Wachstum und Beschäftigung“, so Danninger abschließend. (PWK084)
Andreas Jilly
Sprecher der Wirtschaftskammer Österreich
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