
Moosbrugger fordert Entlastung der Bauern bei Treibstoff- und Düngerkosten
Benachteiligung unserer Bauernfamilien im EU-Wettbewerb dringend aus der Welt schaffen
Im Hinblick auf die aktuellen Forderungen nach einer Senkung der Treibstoffsteuern ergänzt Landwirtschaftskammer Österreich-Präsident JOSEF MOOSBRUGGER, dass insbesondere unsere bäuerlichen Familienunternehmen diesbezüglich entlastet werden müssen. „Die Situation in der Landwirtschaft ist prekär, weil in vielen Sektoren fallende Erzeugerpreise und explodierende Betriebsmittelkosten den Standort Österreich gefährden. Es ist Fakt, dass die heimischen Bäuerinnen und Bauern mehr für ihren Diesel bezahlen müssen als ihre Kolleginnen und Kollegen in den meisten anderen europäischen Ländern. Diese Benachteiligung auf offenen europäischen Märkten muss im Sinne der Wettbewerbsfairness dringend aus der Welt geschafft werden“, fordert Moosbrugger.
Treibstoff ist zentrale Produktions- und Existenzgrundlage
„Treibstoff ist für unsere bäuerlichen Familienunternehmen kein Luxus, sondern eine zentrale Produktions- und Existenzgrundlage. Gerade jetzt im Frühjahr müssen viele Betriebe vor der anstehenden Grünland- und Feldarbeit ihre Tanks wieder auffüllen. Dabei kommen schnell Mehrkosten im höheren vierstelligen Bereich zusammen“, gibt der LKÖ-Präsident zu bedenken.
„Die Benachteiligung unserer bäuerlichen Familienbetriebe im europäischen Wettbewerb fällt durch die Preissteigerungen infolge des Nahost-Konflikts jetzt natürlich noch stärker ins Gewicht und gehört dringend beseitigt beziehungsweise ausgeglichen. Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen – im Sinne der Versorgungssicherheit Österreichs mit Lebensmitteln, nachwachsenden Rohstoffen und Energie – dringend Entlastung“, unterstreicht der LKÖ-Präsident.
Schutz der EU-Düngemittelindustrie nicht auf Kosten der Landwirtschaft
„Verschärft wird die Situation für unsere Bäuerinnen und Bauern durch die sich nun ebenso weiter zuspitzende Lage im Düngerbereich, was Kosten und Verfügbarkeit betrifft. Wir bedanken uns bei Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, dass er auch auf EU-Ebene Initiativen setzt, damit der Schutz der EU-Düngemittelindustrie nicht auf Kosten der Landwirtschaft vorgenommen wird. Die zusätzliche, politisch verursachte Kostensteigerung durch die EU-Kommission (CBAM) muss daher dringend ausgesetzt werden“, betont Moosbrugger.
„Auch Versorgungssicherheit ist Sicherheit, was gerade in diesen weltpolitisch turbulenten Zeiten berücksichtigt werden muss. Wir fordern daher die EU-Kommission dringend auf, die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfitness der europäischen und somit österreichischen Landwirtschaft wieder zu stärken, statt sie ständig weiter zu schwächen“, fordert der LKÖ-Präsident.
Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ)
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