
ÖGB: Qualifizierung ist Schlüssel für Arbeitsmarkt im Wandel
Aus- und Weiterbildung sowie mehr Chancen für Frauen in Zukunftsberufen notwendig
Insolvenzen, Stellenabbau in einzelnen Branchen, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die ökologische Transformation auf der einen und ein nicht zu übersehender Fachkräftebedarf auf der anderen Seite verändern den Arbeitsmarkt rasant und tiefgreifend. „Umso wichtiger ist es, dass Arbeitnehmer:innen die Möglichkeit haben, sich weiterzubilden und neue Qualifikationen zu erwerben, damit sie mit diesen Veränderungen Schritt halten können“, sagt ÖGB-Arbeitsmarktexperte Alexander Prischl. Qualifizierung müsse dabei früh beginnen – bereits bei der Berufsorientierung in der Schule – und sich durch das gesamte Arbeitsleben ziehen.
MEHR AUSBILDUNG FÜR ZUKUNFTS- UND GREEN JOBS
Großes Potenzial sieht der ÖGB auch im Bereich der sogenannten Green Jobs. Viele dieser Berufe – etwa in der Gebäude- oder Energietechnik – werden künftig stark nachgefragt sein und gute Einkommen bieten. Gleichzeitig sind sie noch immer stark männerdominiert.
„Wir müssen gezielt mehr Frauen für technische und klimarelevante Berufe gewinnen. Das eröffnet bessere Einkommenschancen und hilft gleichzeitig, den steigenden Bedarf an Fachkräften zu decken“, so Prischl. Dafür brauche es gezielte Maßnahmen in der Berufsorientierung sowie mehr Unterstützung für Frauen beim Einstieg oder Umstieg in technische Ausbildungen.
LEHRAUSBILDUNG STÄRKEN UND WEITERBILDUNG AUSBAUEN
Ein zentraler Hebel ist aus Sicht des ÖGB die Stärkung der Lehrausbildung. Gerade viele Zukunfts- und Green Jobs bauen auf einer fundierten beruflichen Ausbildung auf. Gleichzeitig müsse Weiterbildung für Beschäftigte während des gesamten Arbeitslebens einfacher zugänglich und finanziell abgesichert sein. Der ÖGB fordert dahingehend ein Recht auf Weiterbildung für alle Arbeitnehmer:innen sowie eine Existenzsicherung während der Ausbildung, damit das Lernen kein Armutsrisiko darstellt.
„Arbeitnehmer:innen müssen die Möglichkeit haben, sich laufend weiterzuentwickeln – unabhängig vom Alter oder der Branche. Wer heute arbeitet, soll auch morgen noch gute Chancen am Arbeitsmarkt haben“, betont Prischl.
Der ÖGB fordert von der Politik einen klaren Kurswechsel: Aktive Arbeitsmarktpolitik muss als zentrale Zukunftsinvestition verstanden werden. „Investitionen in Qualifizierung sichern Jobs, stärken Betriebe und halten die Wirtschaft am Laufen. Wer allerdings bei Aus- und Weiterbildung spart, schadet letztlich allen“, so Prischl abschließend.
ÖGB Kommunikation
Mag. Barbara Kasper
0664/614 5221
barbara.kasper@oegb.at
https://www.oegb.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender