SPÖ-Regner: Echte Gleichstellung beginnt mit finanzieller Unabhängigkeit

EU-Parlament stimmt für Empfehlungen zur Schließung der Lohn- und Pensionslücke

Heute hat das Europäische Parlament über Empfehlungen abgestimmt, wie man die „Gender Pay & Pension Gap“, also die Lohn- und Pensionslücke, zwischen den Geschlechtern endlich schließen kann. Evelyn Regner, SPÖ-Europaabgeordnete, hat den Bericht für den Beschäftigungsausschuss verhandelt. Sie sagt: „Heute ist es wichtiger denn je, dafür zu kämpfen, dass Frauen nicht nur gleich viel wie ihre männlichen Kollegen verdienen, sondern auch im Alter abgesichert sind. Die Fronten sind härter geworden und die anti-feministischen Bewegungen weltweit lauter. Gleichzeitig liegt die Lohnschere europaweit immer noch bei 12 Prozent. Das führt dazu, dass Frauen nicht nur während ihres Berufslebens das Nachsehen haben und einen Teil des Jahres quasi umsonst arbeiten, sondern auch im Alter häufiger von Armut betroffen sind als Männer. Fast 17 Prozent der Pensionistinnen sind davon bedroht, in Armut abzurutschen. Das ist eine Katastrophe für alle Frauen in Europa und für den Weg hin zu einer gleichgestellten Gesellschaft. Aber auch ökonomisch richtet die Lohn- und Pensionslücken echten Schaden an und kostet der Europäischen Union jährlich hunderte Milliarden.“ ****

Für Regner steht fest: „Wer das Geld hat, hat die Macht und ohne finanzielle Unabhängigkeit gibt es keine echte Gleichberechtigung. Daher braucht es dringend eine Verbesserung der Löhne und Arbeitsbedingungen in frauendominierten Branchen wie der Pflege. Da Frauen zudem immer noch oft die Pflegeverantwortlichen in einer Familie sind, werden außerdem dringend Investitionen in den Pflegesektor benötigt, um ausreichend Kinderbetreuung und Altenpflege garantieren zu können. Zugleich müssen die Männer stärker miteingebunden werden. Ein wichtiger Schritt wäre daher die Förderung eines nicht übertragbaren und bezahlten Vaterschaftsurlaubs. Nicht zuletzt müssen wir bei der Umsetzung von entscheidender EU-Gesetzgebung auf nationaler Ebene anziehen – wie bei der Lohntransparenzrichtlinie, der Richtlinie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sowie jener für mehr Frauen in Aufsichtsräten. Insbesondere die Lohntransparenzrichtlinie ist ein zentrales Werkzeug zur Schließung der Lohnschere und leistet einen großen Beitrag für mehr Gleichstellung in der Arbeitswelt. Fakt ist, dass alle EU-Unternehmen künftig Beschäftigte transparent über Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit informieren müssen. Wenn das geschlechtsspezifische Lohngefälle 5 Prozent übersteigt, müssen von Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten Maßnahmen ergriffen werden, um die Lücke zu schließen, sonst drohen Strafen.“ (Schluss) ls

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ-Delegation im
Europaparlament
Lena Easthill
Telefon: +32 472397210
E-Mail: lena.easthill@europarl.europa.eu

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