Wirtschaftsagentur Wien: Bilanz 2025 zeigt starke Hebelwirkung für den Standort

Lokale Maßnahmen lösten Investitionen von über 500 Millionen Euro aus

Als Standortagentur der Stadt Wien unterstützte die Wirtschaftsagentur Wien im Jahr 2025 Unternehmen über alle Branchen hinweg und setzte damit zentrale Impulse für Investitionen, Wachstum und Beschäftigung. Insgesamt lösten die Förderungen und lokalen Angebote der Wirtschaftsagentur Wien neue Investitionen von über 500 Millionen Euro in Wien aus: 172 Millionen Euro direkt durch Fördermittel, weitere rund 330 Millionen Euro indirekt durch Immobilienbereitstellung und umfassende Beratung. Damit wurden 1.570 Arbeitsplätze geschaffen. Besonders gefragt waren Förderungen mit Fokus auf Nahversorgung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

„Die Vorjahresbilanz macht deutlich, welche Effekte gezielte Maßnahmen für den Wirtschaftsstandort Wien haben. Mit rund 1.570 neu geschaffenen Arbeitsplätzen und Investitionen von insgesamt etwa einer halben Milliarde Euro stärken wir die Wiener Wirtschaft und setzen zugleich Impulse, die weit über die Stadtgrenzen hinaus spürbar sind. Es liegt in unserer Verantwortung, Unternehmen aktiv zu unterstützen – von kleinen Nahversorgern bis hin zu innovativen Startups. Durch gezielte Investitionsanreize, umfassende Beratung und die Bereitstellung von Infrastruktur ermöglichen wir Wachstum, die Umsetzung von Innovationen und die Sicherung von Beschäftigung. So bleibt Wien ein starker, verlässlicher Wirtschaftsstandort, der Arbeitsplätze schafft, Zukunftstechnologien fördert und seine Position als führender Wirtschaftsstandort national und international weiter festigt“, betont Wirtschafts- und Arbeitsstadträtin Barbara Novak.

VOM GRÄTZL BIS ZUR KI: FÖRDERUNGEN WERDEN MIT BERATUNGEN VERKNÜPFT

Mit Blick auf die Detailzahlen zeigt sich: Die Wirtschaftsagentur Wien förderte 2025 insgesamt 1.177 Projekte mit einer Summe von 48 Millionen Euro. Rund zehn Prozent aller geförderten Projekte setzten ihren Hauptfokus auf die Einführung oder Weiterentwicklung umfassender Digitalisierungsmaßnahmen im Unternehmen. Deutlich angestiegen ist die Zahl der Projekte mit Bezug zur Künstlichen Intelligenz – darunter Vorhaben, die KI zur Automatisierung von Prozessen oder für die Entwicklung neuer Produkte nutzen.

Ein weiterer Fokus lag 2025 auf der Förderung der Grätzlwirtschaft: „Für uns hat höchste Priorität, jene Wiener Betriebe in die Zukunft zu führen, die Waren und Dienstleistungen für die Menschen in Wien anbieten. Denn belebte Erdgeschoßzonen prägen nicht nur das Straßenbild, sondern steigern die Attraktivität des gesamten Grätzls und sind zugleich eine internationale Visitenkarte für Wien“, ergänzt Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien. Damit die Unterstützung dort ankommt, wo sie am meisten bewirkt, werden die Förderungen der Wirtschaftsagentur Wien eng mit Beratungen verknüpft. 2025 führten die Expert*innen rund 10.000 Beratungsgespräche mit Betrieben unterschiedlicher Größe und Branchen – davon rund 15 Prozent bei den Firmen vor Ort. Thematisch wurde das ganze Spektrum abgedeckt, von der Gründung bis zur Expansion.

„Kleine Unternehmen haben üblicherweise weniger Zeit und Personal für Planungsprozesse. Indem wir Förderung und Beratung eng miteinander verbinden und kostenlos anbieten, stellen wir sicher, dass die eingereichten Projekte gut aufgesetzt sind. Außerdem sind innovative Projekte oft komplex und technisch anspruchsvoll. Eine fundierte Beratung hilft den Betrieben, die Risiken ihrer geplanten Vorhaben realistisch einzuschätzen und ihre Konzepte entsprechend zu schärfen“, führt Weiss abschließend aus.

WEITERES HIGHLIGHT: PILOTPROJEKT IM BEREICH DER KREISLAUFWIRTSCHAFT

Mit der Biofabrique Vienna realisiert die Wirtschaftsagentur Wien ein innovatives Pilotprojekt im Bereich Nachhaltigkeit. Im Jahr 2024 gestartet, vernetzt die Biofabrique Vienna Akteur*innen aus Kreativwirtschaft, Forschung und Industrie, um Baustoffe sowie nachhaltige Farben aus ungenutzten Ressourcen zu entwickeln. Im Vorjahr ging das Projekt in die nächste Phase: Gemeinsam mit der Färberei Fritsch entstanden erste Färbeergebnisse, ehe ein einjähriger Forschungsprozess mit drei österreichischen Universitäten startete. Ziel war es, aus ungenutzten Lebensmittelabfällen und sich schnell ausbreitenden Pflanzen nachhaltige Farbstoffe zu gewinnen, die synthetische Farben in der industriellen Anwendung ersetzen können. Erste Resultate aus Avocadokernen, Rotkrautresten und Staudenknöterich aus Wiener Gewässern wurden auf der Vienna Design Week 2025 präsentiert.

ÜBER DIE WIRTSCHAFTSAGENTUR WIEN

Die Wirtschaftsagentur Wien ist die Standortagentur der Stadt und gestaltet die wirtschaftliche Zukunft Wiens. Sie entwickelt Schwerpunktthemen, die die Transformation und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts nachhaltig sichern. Mit proaktiven Impulsen positioniert sie Wien sichtbar – lokal, national und international – und stärkt zukunftsweisende Entwicklungen, die Schaffung qualitätsvoller Arbeitsplätze sowie die Ansiedlung innovativer Unternehmen. Zusätzlich entwickelt und realisiert die Wirtschaftsagentur Wien maßgebliche Spezialimmobilienprojekte, die die Infrastruktur für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort weiter stärken. Dafür gestaltet die Wirtschaftsagentur passgenaue Angebote und Förderinstrumente und stellt für Industrie, Gewerbe und Life Sciences moderne Produktions- und Laborflächen bereit.

Mehr Informationen unter: www.wirtschaftsagentur.at
Aviso an die Redaktionen:

Rückfragehinweis:

Karin Jakubowicz
Mediensprecherin Stadträtin Barbara Novak
Telefon: +43 1 4000 81218
E-mail: karin.jakubowicz@wien.gv.at

Uschi Kainz
Kommunikation Wirtschaftsagentur Wien
Telefon: +43 699 1408 6583
E-mail: kainz@wirtschaftsagentur.at

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