
WKÖ-Danninger zu Energie-Maßnahmen der Regierung: Versorgungssicherheit hat oberste Priorität
WKÖ warnt vor Schnellschüssen und Preiseingriffen – strategische Reserven können Preisspitzen abfedern
„In der aktuellen geopolitischen Situation ist es entscheidend, dass Österreich seine Energieversorgung stabil und verlässlich absichert. Es muss daher mit Augenmaß und zielgerichtet vorgegangen werden – überstürzte Preiseingriffe sind nicht das richtige Instrument“, sagt Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zu den heute präsentierten Maßnahmen der Bundesregierung zur Stabilisierung der Energie- und Treibstoffpreise.
Die geplante Verlängerung der strategischen Gasreserve sowie eine mögliche Freigabe staatlicher Erdölreserven im Rahmen einer internationalen Abstimmung bewertet die WKÖ grundsätzlich positiv. „Solche Maßnahmen können dazu beitragen, extreme Preisspitzen auf den Energiemärkten abzufedern und Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, so Danninger. Gerade für die heimische Wirtschaft sei eine stabile Energieversorgung entscheidend. „Viele Betriebe – vom Transport über die Industrie bis zum Handwerk – sind auf verlässliche Energiepreise angewiesen. Planungssicherheit ist daher ein zentraler Faktor für Investitionen, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit.“
Kritisch sieht die WKÖ weiterhin direkte staatliche Eingriffe bei den Treibstoffpreisen, da ein großes Risiko von Marktverwerfungen und Fehlanreizen besteht. Auch der geplante Preismechanismus für Tankstellen müsse sorgfältig geprüft werden, da er den gut funktionierenden Wettbewerb einschränken könnte. „Die Margen im Tankstellengeschäft sind sehr gering. Wenn Preisänderungen nur verzögert weitergegeben werden können, kann das in der Praxis zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten führen – insbesondere für kleinere Betreiber“, betont Danninger.
Es braucht vor allem Maßnahmen, die die Energieversorgung stabilisieren und die Kostenbelastung der Unternehmen reduzieren. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss das Ziel klar sein: Versorgung sichern, Kosten senken und den Standort stärken“, so Danninger abschließend. (PWK086/NIS)
Andreas Jilly
Sprecher der Wirtschaftskammer Österreich
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