
Mangel in der Berufsbildung: 2 von 3 Schüler:innen fühlen sich nicht ausreichend auf Zukunft vorbereitet!
Laut einer bundesweiten Umfrage an Österreichs Schulen geben 2 von 3 Schüler:innen an, sich nicht gut genug auf ihre Zukunft vorbereitet zu fühlen. Bundesobmann Maximilian Pech fordert die Ausweitung der Bildungs- und Berufsorientierung und die Mittlere Reife.
Am Freitag, 13.03., präsentiert die Schülerunion Österreich ihre Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage mit mehreren tausend teilnehmenden Schüler:innen und äußert sich zu den Ergebnissen. Zusätzlich dazu stellt sie die Forderung nach einer Mittleren Reife.
“Ich bin der festen Überzeugung, dass sowohl die Bildungs- als auch die Berufsorientierung in unserer Gesellschaft stärker gefördert und besser miteinander verbunden werden müssen. Unsere Umfrage zeigt, dass zwei von drei Schüler:innen nicht wissen, welchen Beruf sie später einmal ausüben möchten. Dieses Ergebnis macht deutlich, dass viele junge Menschen zu wenig Orientierung über ihre Möglichkeiten nach der Schule haben.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass Schulen mehr Zeit und Ressourcen in Bildungs- und Berufsorientierung investieren. Schüler:innen sollten frühzeitig Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe und Studiengänge erhalten. Praktika, Informationsveranstaltungen oder Gespräche mit Fachkräften und Studierenden können dabei helfen, realistische Vorstellungen von unterschiedlichen Berufswegen zu entwickeln.
Dabei darf weder die berufliche Ausbildung noch das Studium als „besser“ oder „schlechter“ dargestellt werden. Beide Wege bieten wertvolle Chancen und sind für unsere Gesellschaft gleichermaßen wichtig.
Wenn zwei Drittel der Schüler:innen noch keine klare Vorstellung von ihrer Zukunft haben, zeigt das, wie dringend bessere Orientierung notwendig ist. Für uns als Schüler:innen ist klar, dass wir hier von Bildungsminister Wiederkehr mehr Bildungs- und Berufsorientierung fordern müssen, denn die Ergebnisse unserer Umfrage haben uns erschüttert”, zieht Bundesobmann Maximilian Pech die Bilanz.
“Gleichzeitig braucht es eine klare Grundlage: Alle Schüler:innen sollen nach der Sekundarstufe I sicher lesen, schreiben und rechnen können. Diese Grundkompetenzen sind entscheidend, egal ob jemand später eine Lehre beginnt oder ein Studium anstrebt.
Dazu kommen, bereits in der 6. oder 7. Schulstufe IKM-Testungen durchzuführen. Die Ergebnisse sollen bei Schüler:innen mit Defiziten zu individuellen Entwicklungsgesprächen zwischen Eltern, Schüler:innen und Lehrer:innen führen. Außerdem soll der Lehrkörper verpflichtend behandeln, wie man diesen Schüler:innen während der restlichen Zeit in der Sek I hilft, die Grundkompetenzen zu erlangen.
Darüber hinaus soll im ersten Semester der Abschlussstufe der Sekundarstufe I eine Prüfung über diese Grundkompetenzen stattfinden. Fällt das Ergebnis negativ aus, soll eine verpflichtende Sommerschule besucht werden, gefolgt von einer Wiederholungsprüfung. Nur mit einem positiven Ergebnis soll ein weiterführender Bildungsweg möglich sein. Ein genaues System um Prüfungsangst präventiv abzufedern, ist zu diskutieren.
Mit dieser Maßnahme kann man Situationen, wie in Wien, wo am Schulanfang rund 50% der Kinder nicht ausreichend Deutsch sprechen können, verhindern und so den Kindern helfen, eine Chance in der Schule und später am Arbeitsmarkt zu haben.
Wir müssen die Defizite in unserem Schulsystem an der Wurzel packen und gemeinsam einen Schritt Richtung Zukunft gehen”, stellt die Bundesgeschäftsführerin Bernadette Krall klar.
Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schüler:innenorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt sie als wichtige Anlaufstelle für Schüler:innen. Darüber hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie im Schuljahr 2025/26 23 von 29 Mandaten stellt. Die Bundesschulsprecherin Hannah Scheidl kommt ebenfalls von der Schülerunion.
Jonas Pichlbauer
Pressesprecher Schülerunion Österreich
Telefon: +43 664 5174064
E-Mail: jonas.pichlbauer@schuelerunion.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender