
Frühling bringt Risiken für Katzen
Tierschutzombudsstelle Wien warnt vor Nachwuchs-Boom und Fensterstürzen
Die aktuell milden Temperaturen sorgen nicht nur bei Menschen für Frühlingsgefühle, sondern auch bei Katzen. Bereits jetzt befinden sich viele Tiere in Paarungsstimmung. Die Tierschutzombudsstelle Wien appelliert daher an Katzenhalter*innen, Freigänger-Katzen rechtzeitig kastrieren zu lassen, um ungeplanten Nachwuchs zu verhindern. Gleichzeitig weist sie auf eine oft unterschätzte Gefahr hin: Fensterstürze bei Wohnungskatzen.
RASANTE VERMEHRUNG VERHINDERN
„Viele unterschätzen, wie schnell sich Katzen vermehren können. Wer seine Katze ins Freie lässt, ist gesetzlich verpflichtet, sie kastrieren zu lassen. Ausnahmen gibt es nur für Zuchttiere“, sagt Eva Persy, Leiterin der Tierschutzombudsstelle Wien. „Verantwortungsvolle Katzenhalter*innen leisten einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz und verhindern, dass die Zahl streunender Katzen weiter steigt.“
Auch in Wien leben Streunerkatzen, deren Population durch unkastrierte Freigänger weiter anwächst. Wie schnell sich Katzen vermehren können, zeigt ein einfaches Beispiel: Katzen können bis zu drei Würfe pro Jahr bekommen und ihre Jungtiere werden bereits mit vier bis sechs Monaten geschlechtsreif. Aus nur einem Katzenpaar können so innerhalb von zwei Jahren bis zu 66 Nachkommen entstehen.
FENSTERSTURZ: UNTERSCHÄTZTE GEFAHR FÜR WOHNUNGSKATZEN
Mit dem Frühling steigt zudem das Risiko für Wohnungskatzen deutlich: In den warmen Monaten werden in Wien bis zu 15 Katzen täglich nach Fensterstürzen tierärztlich behandelt. „Die Gefahr wird oft unterschätzt. Stürze aus Fenstern oder von Balkonen führen häufig zu schweren Verletzungen, die nicht immer sofort erkennbar sind“, so Persy. Besonders riskant sind auch gekippte Fenster, in denen sich Katzen einklemmen und schwer verletzen können.
Zur Absturzsicherung sollten Volieren-Draht oder ein drahtverstärktes Netz (Katzennetz) zum Einsatz kommen. Achtung: Ein Fliegengitter allein ist keine ausreichende Sicherung, da es von Katzen leicht beschädigt werden kann!
SICHERUNG IST GESETZLICH VORGESCHRIEBEN
Die Tierschutzombudsstelle erinnert außerdem an die klare gesetzliche Regelung: Freigänger-Katzen müssen kastriert werden – und Fenster sowie Balkone sind bei entsprechender Absturzgefahr mit geeigneten Vorrichtungen zu sichern. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 3.750 Euro, im Wiederholungsfall sogar bis zu 7.500 Euro.
„Kastration und gesicherte Fenster & Balkone sind einfache und zentrale Maßnahmen, mit denen Katzenhalter*innen Tierleid verhindern können“, betont Persy. „Gerade jetzt im Frühling ist es wichtig, rechtzeitig vorzusorgen.“
Eva Persy
Tierschutzombudsstelle Wien
Telefon: +43 1 4000 7507 9
E-Mai: post@tow-wien.at
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