
Rotes Kreuz im Libanon: „Mehr als 1 Million Menschen auf der Flucht sind von sicherer Wasserversorgung abgeschnitten!“
Weltwassertag am 22. März: Weltweit 2,1 Milliarden Menschen ohne sicheren Zugang zu Trinkwasser. „Wasseranlagen sind zivile Infrastruktur – sie dürfen nicht angegriffen werden!“
Weltweit haben 2,1 Milliarden Menschen keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ursachen liegen etwa in der Klimakrise, aber auch wegen bewaffneten Konflikten fehlt es Menschen an Wasser oder Sanitäranlagen. So auch aktuell im Nahen Osten: Entsalzungsanlagen werden gezielt angegriffen, Wasserinfrastruktur zerstört, Familien aus ihren Häusern vertrieben.
„Mehr als eine Million Menschen im Libanon sind auf der Flucht und damit von sicherer Wasserversorgung abgeschnitten. In den Notunterkünften werden sie mit Wasser und Sanitäranlagen versorgt. Aber welche Aussicht haben sie, wenn Wasserinfrastruktur langfristig zerstört wird? Nicht nur bewaffnete Konflikte, sondern auch Wasserknappheit zwingen Menschen zur Flucht“, so Magdalena Penninger, Delegationsleiterin des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) im Libanon. „Gemeinsam mit dem Libanesischen Roten Kreuz leisten wir seit 2013 im ganzen Land wichtige Hilfe im Wasser- und Sanitärbereich. Neun der derzeit als Notunterkünfte genutzten Schulen hat das ÖRK mit Reparaturen, Wasser und Sanitäranlagen unterstützt. Weitere Notunterkünfte sollen folgen – helfen Sie uns mit Ihrer Spende!“
Mehr Infos und Spendenmöglichkeit: wir.roteskreuz.at/naherosten-libanon
„WIR FORDERN KONFLIKTPARTEIEN AUF, REGELN IM KRIEG EINZUHALTEN!“
Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, ergänzt: „Das Humanitäre Völkerrecht muss unbedingt eingehalten werden! Zivile Infrastruktur – Wasseranlagen, Krankenhäuser oder Schulen – darf nicht angegriffen werden, Zivilbevölkerung und humanitäre Organisationen sind zu schützen. Leider wurden innerhalb der vergangenen zwei Wochen mehr als ein Dutzend Kolleginnen und Kollegen im Libanon und im Iran verletzt, vier wurden getötet. Fast 43.000 zivile Einrichtungen, darunter knapp 70 Schulen, wurden allein im Iran zerstört oder beschädigt. Wir fordern alle Konfliktparteien auf, dieses unnötige Leid für die Zivilbevölkerung zu beenden und die Regeln im Krieg einzuhalten!“
ÖSTERREICHISCHES ROTES KREUZ SORGT FÜR SAUBERES WASSER IN RAFAH-FELDSPITAL
In der internationalen Rotkreuz-Hilfe ist das Österreichische Rote Kreuz seit Jahrzehnten für WASH (Wasser, Sanitär, Hygiene)-Agenden zuständig. ÖRK-Expert:innen sind immer wieder in Konflikt- oder Katastrophengebieten im Einsatz. Für das Rotkreuz-Feldspital in Rafah, Gaza, hat das ÖRK eine Wasseraufbereitungsanlage für sauberes Trinkwasser gestellt. Die Niederösterreicherin Angelique Lung ist vor Ort und schildert: „Wir versorgen hier täglich bis zu 300 Menschen mit Operationen oder Physiotherapie und begleiten Geburten. Ohne sauberes Wasser kann kein Krankenhaus funktionieren. Gleichzeitig kommen viele Menschen mit schweren Krankheiten, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden, zu uns. Ausreichend Sanitäranlagen, ein funktionierendes Abwassersystem und sauberes Trinkwasser können über Leben und Tod entscheiden. Auch wenn die Kampfhandlungen vorbei sind – die Menschen im Gazastreifen leiden nach wie vor unter zu wenig Hilfslieferungen und der Zerstörung von Wasseranlagen oder Gesundheitseinrichtungen!“
WELTWASSERTAG 2026: „WHERE WATER FLOWS, EQUALITY GROWS“
Das ÖRK ist dank Partnern wie NACHBAR IN NOT, der Austrian Development Agency (ADA) oder der Europäischen Union im Nahen Osten und anderen Schwerpunktländern tätig. Auch Unternehmen unterstützen die weltweiten Wasser- und Sanitärprojekte: In der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz hat etwa Vöslauer bisher Projekte in acht Ländern von Osttimor bis Ostafrika gefördert.
„In Subsahara-Afrika kämpfen die Menschen weiterhin um Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen – die Verantwortung für Wasserbeschaffung lastet meist auf Frauen und Mädchen. Daher binden wir besonders Frauen in unsere Wasser- und Sanitärprojekte in Äthiopien, Ruanda und Uganda ein, setzen sie in Führungsrollen ein, fördern einkommensschaffende Projekte“, so ÖRK-Präsident Schöpfer. Auf die Rolle der Frauen macht der Weltwassertag heuer mit dem Motto „Where water flows, equality grows“ aufmerksam. Mehr als eine Milliarde Frauen haben keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser, Frauen und Mädchen leisten weltweit täglich rund 250 Millionen Stunden für Wasserbeschaffung – mehr als dreimal so viel wie Männer. Schöpfer: „Das ist wertvolle Zeit, die sie in der Schule und Arbeit verbringen könnten oder in der sie sich um ihre Gesundheit kümmern könnten. Wasserversorgung stärkt Gesundheit, Bildung, Sicherheit und Teilhabe von Frauen und Mädchen. Ich bin stolz, dass wir mit unseren Projekten dazu beitragen.“
DAS ROTE KREUZ BITTET DRINGEND UM SPENDEN ZUM AKTUELLEN KONFLIKT IM NAHEN OSTEN:
Österreichisches Rotes Kreuz
IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144
BIC: GIBAATWWXXX
Erste Bank: BLZ 20.111
Kennwort: Naher Osten
Oder online unter wir.roteskreuz.at/naher-osten
FOTOS: Hier klicken
ROTKREUZ-NEWSSEITE LIBANON: Hier klicken
Österreichisches Rotes Kreuz
Mag. Gerald Richter
Telefon: +43/1/58 900 – 153 +43/664/5444619
E-Mail: gerald.richter@roteskreuz.at
Website: https://www.roteskreuz.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender