
Trockenheit im Seewinkel: WWF warnt vor Lebensraumverlust für Zugvögel
Rückkehr der Zugvögel im März – WWF warnt vor dramatischem Verlust der salzhaltigen Lacken im Seewinkel – Säbelschnäbler besonders betroffen
Mit den ersten warmen Tagen im März kehren auch die Zugvögel in den Seewinkel zurück. Die salzhaltigen Lacken im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel zählen zu ihren bedeutendsten Rast- und Brutgebieten in Europa. Doch deren dramatischer Rückgang bedroht eine der charakteristischsten Vogelarten Österreichs, den Säbelschnäbler, ebenso wie ein einzigartiges Ökosystem. „DER SÄBELSCHNÄBLER LEBT IN ÖSTERREICH AUSSCHLIESSLICH AN DEN SALZHALTIGEN LACKEN DES SEEWINKELS. IM 19. JAHRHUNDERT GAB ES HIER NOCH RUND 140 LACKEN, HEUTE SIND ES NICHT EINMAL MEHR 30 – UND MINDESTENS ZEHN DAVON STEHEN UNMITTELBAR VOR DEM VERSCHWINDEN“, warnt WWF-Experte Bernhard Kohler, der seit 40 Jahren die Brutbestände dokumentiert. Der WWF fordert daher eine konsequente Stabilisierung des Grundwasserspiegels im Seewinkel, wirksame Maßnahmen zur Wasserrückhaltung in der Landschaft sowie eine deutliche Reduktion der landwirtschaftlichen Wasserentnahmen.
Die Existenz der Säbelschnäbler ist untrennbar mit den Sodalacken verbunden: Mit ihrem fein abgestimmten Schnabel als „Werkzeug“ durchkämmen sie das seichte Wasser nach Zuckmückenlarven und Urzeitkrebsen – Kleinstlebewesen, die diese extremen, salzhaltigen Gewässer in großer Zahl hervorbringen. Geht es den Lacken gut, finden die Vögel ausreichend Nahrung und sichere Brutplätze.
EIN ÖKOSYSTEM AM KIPPPUNKT
WWF Österreich
Anna Rosner
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