Leistungsangebot Gesundheitsklinik Gmünd: Österreichweites Vorzeigeprojekt geht in Umsetzung

LR Kasser, LR Antauer: Moderne Medizin und neue Strukturen unter einem Dach

Über das Leistungsangebot der Gesundheitsklinik Gmünd informierten am heutigen Dienstag bei einer Pressekonferenz in St. Pölten unter anderem NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Martin Antauer, Landesrat Anton Kasser, Florian Hengl, Vorsitzender des NÖ-Landesstellenausschusses der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), sowie NÖGUS-Geschäftsführer Volker Knestel.

„Es liegt nun ein breites Leistungsspektrum auf dem Tisch, das es in dieser Form österreichweit noch nicht gibt, und die Gesundheitsversorgung in Gmünd wird damit auf zukunftsfitte Beine gestellt“, sagte Kasser, der auch betonte: „Wir garantieren eine Versorgung rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche. Eine Notfallversorgung und eine Erstversorgung sind jederzeit sichergestellt. Ein Notarztstützpunkt inklusive Hubschrauberlandesplatz und damit ein Notarzt sind direkt in der Gesundheitsklinik untergebracht. Alle Leistungen, die heute im Healthacross MED Gmünd angeboten werden, bleiben erhalten.“ Die Bauarbeiten für das neue Zentrum sollen spätestens im Jahr 2028 starten. Landesrat Martin Antauer erklärte: „Alle in der Landesregierung vertretenen Parteien haben sich klar darauf geeinigt: Das Landesklinikum Gmünd wird erst dann ersetzt, wenn die neue Gesundheitsklinik tatsächlich in Betrieb ist und die medizinische Versorgung für die Menschen in der Region verlässlich gesichert bleibt. Die Umsetzung dieser neuen Strukturen erfolgt jetzt gemeinsam durch die Landesgesundheitsagentur (LGA) und die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK), die in der operativen Umsetzung eng und abgestimmt zusammenarbeiten. Aufgabe der Politik ist es, diese Versorgungsgarantie sicherzustellen und die Einhaltung aller Zusagen einzufordern – und das tun wir auch.“

Landesgesundheitsagentur-Vorständin Elisabeth Bräutigam meinte: „Die NÖ Gesundheitsklinik Gmünd steht für ein neues, zukunftsorientiertes Versorgungsmodell, das in dieser Form erstmals in Österreich umgesetzt wird. Seit der Präsentation des Gesundheitsplans 2040+ wurde intensiv daran gearbeitet, die inhaltlichen Grundlagen für dieses Modell zu erarbeiten und gemeinsam mit allen Partnern des Gesundheitssystems abzustimmen.“

Im Zentrum steht dabei ein völlig neuer Zugang zur Organisation der Gesundheitsversorgung. Florian Hengl, Vorsitzender des ÖGK-Landesstellenausschusses, führte aus: „Erstmals arbeiten mit der NÖ Landesgesundheitsagentur als Träger der Krankenanstalten und der Österreichischen Gesundheitskasse zwei zentrale Säulen des Gesundheitssystems strukturell und dauerhaft zusammen, um die Versorgung der Bevölkerung gemeinsam sicherzustellen. Unsere Aufgabe ist die Primär- und fachärztliche Versorgung. Ziel ist es, eine neue, integrierte Versorgungsstruktur zu schaffen, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Dieses Leuchtturmprojekt für ganz Österreich soll einen nahtlosen Zugang zu Leistungen über alle Versorgungsbereiche hinweg ermöglichen.“

Die Ausgestaltung der NÖ Gesundheitsklinik erfüllt damit auch die Kriterien, die der aktuelle regionale Strukturplan Gesundheit vorgibt, und leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region Gmünd. NÖGUS-Vorsitzender Volker Knestel sprach in diesem Zusammenhang einen weiteren Aspekt an: „Die NÖ Gesundheitsklinik Gmünd stellt eine klare Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung im Bezirk dar. Wir bündeln Leistungen gezielt, schaffen moderne Versorgungsstrukturen und sichern damit langfristig eine hochwertige und bedarfsgerechte Betreuung für die Bevölkerung.“

Die Einrichtung bietet eine rund um die Uhr verfügbare Notfall- und Erstversorgung mit Grundversorgung bei akuten Fällen, Überwachungsmöglichkeiten sowie traumatologischer und basischirurgischer Versorgung. Ergänzend dazu umfasst sie eine erweiterte allgemeinmedizinische Basisversorgung im Sinne eines Primärversorgungszentrums, einschließlich der Betreuung von Kindern und Jugendlichen, Gesundheitsförderung, Prävention, Mutter-Kind-Pass-Leistungen sowie koordinierender und serviceorientierter Aufgaben. Zudem steht ein Radiologiezentrum mit moderner Bildgebung zur Verfügung, und die Versorgung wird durch niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte in den Bereichen Gynäkologie, Innere Medizin sowie Kinder- und Jugendheilkunde ergänzt. Die bestehenden Leistungen im Healthacross MED Gmünd bleiben weiterhin bestehen. Das ambulante OP-Zentrum bietet ein breites Leistungsspektrum in verschiedenen Fachbereichen an: In der Chirurgie werden unter anderem Venenoperationen, Haut- und Weichteileingriffe mit Wundverschluss sowie Hernienoperationen („Bruch“) durchgeführt. Im Bereich Augenheilkunde umfasst das Angebot Kataraktoperationen (Grauer Star), intravitreale Medikamentengaben bei Netzhauterkrankungen sowie Lidoperationen. In der Orthopädie und Traumatologie werden Gelenksspiegelungen (Arthroskopien), die Entfernung von Osteosynthesematerial nach Knochenbrüchen sowie Ringbandspaltungen beim „schnellenden Finger“ angeboten. Ergänzend dazu bietet das Chronikerzentrum Leistungen wie Wundmanagement, Diätologie, Physiotherapie und Sozialarbeit sowie ein mobiles Palliativteam an.

Nähere Informationen: Büro LR Anton Kasser, Pressesprecher Jan Teubl, MSc (WU), Telefon 0676/812 12345, E-Mail jan.teubl@noel.gv.at

Amt der NÖ Landesregierung, Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Ing. Johannes Seiter
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E-Mail: presse@noel.gv.at

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