ÖVP – Greco/Gorlitzer: Wien braucht mehr als Ankündigungen – Strategie statt Schlagzeilen

Wiener Volkspartei fordert verbindliche Zeitpläne und eine echte Innovationsstrategie – Ankündigungen allein schaffen kein Vertrauen

Wien hat das Potenzial, ein führender europäischer Forschungs- und Innovationsstandort zu sein – doch dieses Potenzial wird seit Jahren zu wenig genutzt. Die Ankündigung eines Quantentechnologiezentrums in Neu Marx ist ein richtiger Schritt, aber ein überfälliger: Während die Niederlande und Deutschland bereits 2014 bzw. 2012 in Quantentechnologie investiert haben, beginnt Wien erst jetzt damit ernst zu machen.

„Was es braucht, ist Verlässlichkeit in der Umsetzung – denn Vertrauen entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern durch Ergebnisse“, betont Stadträtin Kasia Greco. Sie erinnert an die Bilanz der SPÖ-Neos-Stadtregierung: Wien Holding Arena angekündigt 2019, Fertigstellung nun 2030; Fernbusterminal geplant für 2025, fertig frühestens 2029. „Wenn das Quantenzentrum 2033 fertiggestellt sein soll, stellt sich die berechtigte Frage: Ist das ein realistischer Zeitplan – oder ein politischer Wunschtermin?“, so Greco.

„Ein einzelnes Leuchtturmprojekt ersetzt keine umfassende Wissenschaftspolitik. Wer Wien ernsthaft zur europäischen Innovationsmetropole machen will, braucht eine klare Strategie, klare Prioritäten und eine stabile und nachhaltige Finanzierung“, so Gemeinderat Michael Gorlitzer, Wissenschaftssprecher der Wiener Volkspartei. Er verweist auf ein strukturelles Problem: Im Wissenschaftsressort der SPÖ-Neos-Stadtregierung fließen 2026 nur rund 6,3 Prozent tatsächlich in Wissenschaft und Forschung. „Man kann Wissenschaft nicht dauernd rhetorisch aufwerten und budgetär gleichzeitig kleinhalten“, so Gorlitzer.

„Wien hat kluge Köpfe, gute Universitäten und eine hohe Lebensqualität. Dieses Potenzial entfaltet sich aber nur dann, wenn Projekte nicht jahrelang angekündigt, verschoben und verteuert, sondern tatsächlich umgesetzt werden. Förderungen müssen an Ergebnissen ausgerichtet, die Lücke zwischen Forschung und Markt geschlossen, Verfahren beschleunigt und Zeitpläne eingehalten werden. Das Quantentechnologiezentrum muss ein echter Aufbruch für den Wissenschaftsstandort Wien sein – und kein weiterer PR-Gag ohne Substanz“, so Greco und Gorlitzer gemeinsam.

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