
Beschwerden von Grundwehrdienern stark zurückgegangen
Der aktuelle Jahresbericht der Parlamentarischen Bundesheerkommission unterstreicht eine insgesamt positive Entwicklung: Die Zahl der Beschwerden von Grundwehrdienern bleibt weiterhin auf einem bemerkenswert niedrigen Niveau und bestätigt damit den erfolgreichen Kurs der gesetzten Maßnahmen.
„Mein besonderer Dank gilt der Parlamentarischen Bundesheerkommission für ihre gewissenhafte und engagierte Arbeit, sie ist für uns als Ressort sehr wichtig und trägt jedenfalls zur Verbesserung des Betriebsklimas bei. Wir nehmen die Beschwerden und die daraus entstandenen Lösungsansätze sehr ernst. Die weiterhin niedrige Zahl an Beschwerden von Grundwehrdienern zeigt, dass unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen greifen und Vertrauen schaffen! Und diesen Weg gilt es für eine positive Zukunft weiterzuverfolgen“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Die Anzahl von Beschwerden von Grundwehrdienern ist auch 2025 stark zurückgegangen. Nur 15% aller Beschwerden kamen von Grundwehrdienern, voriges Jahr waren es noch 21% und im Jahr 2023 sogar 73%. Die Gesamtzahl der Beschwerden ist von 195 im Vorjahr auf 233 im Jahr 2025 leicht angestiegen. Das ist der drittniedrigste Wert seit dem Jahr 2018.
Chargen waren die größte Gruppe, die sich beschwert hat; gefolgt von Unteroffizieren und Rekruten. 32% aller Beschwerden wurden wegen Mängel im Ausbildungs- und Dienstbetrieb erhoben, 31% wegen Personalangelegenheiten und 22% wegen Mängel in der Infrastruktur. Insgesamt haben 3.120 Personen die Parlamentarische Bundesheerkommission in Anspruch genommen. Diese Zahl beinhaltet Beschwerden wie auch Rechtsauskünfte.
Zudem steht mit der Personaloffensive „Mission Vorwärts“ gezielt die Gewinnung von neuem Personal im Fokus. In diesem Zusammenhang konnte insbesondere der Anteil der Soldatinnen kontinuierlich gesteigert werden und liegt aktuell bei 7 %. Im Jahr 2024 betrug dieser noch 6 %, im Jahr 2023 lag er bei 5 %.
Diese positive Entwicklung zeigt sich auch in den absoluten Zahlen: So ist die Anzahl der aktiven Soldatinnen in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen – von 290 im Jahr 2015 auf über 650 mit Stand 1. Jänner 2025.
Die Parlamentarische Bundesheerkommission bleibt eine zentrale Institution zur Sicherstellung der Rechte der Soldatinnen und Soldaten. Sie dient als unabhängige Anlaufstelle und leistet einen wesentlichen Beitrag zur laufenden Verbesserung der Strukturen im Bundesheer. Der Bericht verdeutlicht, dass insbesondere im Bereich der Grundwehrdiener nachhaltige Fortschritte erzielt wurden.
Das Bundesministerium für Landesverteidigung wird den eingeschlagenen Weg fortsetzen und weiterhin gezielt daran arbeiten, die Qualität des Dienstes sowie die Zufriedenheit aller Soldaten weiter zu stärken.
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