Neue Publikation als statistisches Nachschlagewerk ab sofort verfügbar

Tourismusstandort 2026: Fokus auf Wertschöpfung und Ganzjahrestourismus

Die Wirtschaftskammer Österreich präsentiert die neue Ausgabe der Broschüre „Tourismus in Zahlen“ und zeigt damit die aktuelle Erfolgsbilanz einer der wichtigsten Leitbranchen des Landes. Die Publikation macht deutlich, welchen Beitrag Tourismus und Freizeitwirtschaft für Wachstum, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung in Österreich leisten.

„Wie jedes Jahr haben wir die wichtigsten Kennzahlen aus der Tourismus- und Freizeitwirtschaft kompakt zusammengetragen und übersichtlich aufbereitet. In unserer Online-Broschüre ‚Tourismus in Zahlen‘ finden Sie aktuelle Entwicklungen, zentrale Trends und fundierte Einblicke in die Branche anschaulich dargestellt und laufend aktualisiert. Zudem wurden gemeinsam mit der Statistik Austria langfristige Entwicklungen im österreichischen Tourismus vertieft analysiert“, führt Susanne Kraus-Winkler, Bundesspartenobfrau der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), aus.

„Unsere Daten belegen: Der österreichische Tourismus ist ein stabiler Motor der Wirtschaft und entwickelt sich immer stärker zum Ganzjahrestourismus“, betont Kraus-Winkler. „Sommer- und Wintersaison tragen, jede auf ihre Art, zur positiven Bilanz bei. Das stärkt Betriebe, Arbeitsplätze und Regionen. Damit bestätigt sich einmal mehr die starke Position des heimischen Tourismus im europäischen Wettbewerb. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die positive Nachfrageentwicklung nicht im gleichen Ausmaß bei der Ertragslage der Betriebe ankommt.“ Steigende Kosten und strukturelle Herausforderungen aufgrund der geopolitischen Lage bleiben daher zentrale Themen für die Branche. „Wir sehen, dass trotz gestiegener Preise und damit einhergehender höherer nominaler Umsätze, die realen Umsätze unter Einbeziehung der Inflationsrate um 1,5 % gesunken sind“, erklärt die oberste Branchenvertreterin.

Besonders erfreulich sind jedoch die Entwicklung in Richtung Ganzjahrestourismus. Obwohl sicherlich nicht jede Region und jeder Betrieb ganzjahresfähig ist, finden rund 25 % der Nächtigungen bereits in den Nebensaisonen statt. Das bringt neue Chancen, verändert aber auch Anforderungen an die Betriebe. Die daraus resultierende Nachfragebasis sorgt für höhere Auslastung, bedeutet für viele Betriebe jedoch längere Betriebszeiten und einen höheren Bedarf an Mitarbeiter:innen über das gesamte Jahr hinweg.

Die verstärkte Saisonentzerrung zeigt Wirkung und bleibt ein zentrales Ziel für die Weiterentwicklung des Standorts. Dieses Anliegen ist auch ein wesentlicher Bestandteil der „Vision T“, der Tourismus-Strategie des Bundes, in deren Rahmen bereits mehrere Workshops durchgeführt wurden. Die Ergebnisse einer umfassenden 360-Grad-Analyse sind ebenfalls in die aktuelle Auswertung eingeflossen.

Auch bei den Qualitätsindikatoren zeigt sich eine positive Entwicklung: Die Nachfrage verlagert sich zunehmend in Richtung höherwertiger Beherbergungsangebote. Diese Entwicklung unterstreicht den strategischen Fokus auf Qualität, Wertschöpfung und nachhaltige Positionierung.

„Wir gratulieren allen Betrieben und ihren Mitarbeiter:innen, die mit ihrem Engagement und ihrer Qualität Österreich erneut als führende Gastgebernation in Europa positioniert haben“, so Kraus-Winkler. „Tourismus in Zahlen“ steht ab sofort digital zur Verfügung und bietet eine kompakte, faktenbasierte Grundlage für unternehmerische Entscheidungen und wirtschaftspolitische Weichenstellungen. Mit klarer Orientierung und gezielten Maßnahmen startet die Branche zuversichtlich in die kommende Sommersaison 2026“, so Kraus-Winkler abschließend. (PWK118/EL)

Unsere neue Ausgabe von Tourismus in Zahlen finden Sie HIER

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