Österreichische Produktionswirtschaft stellt sich relevanten Zukunftsfragen

„Made in Austria (MiA) IndustriePANEL“ von TU Wien und Kooperationspartnern erhebt die aktuelle Situation und Zukunftsaussichten heimischer Produktionsunternehmen.

Bis zum 12. Juni 2026 sind Führungspersönlichkeiten österreichischer Produktionsunternehmen eingeladen, ihre Einschätzungen zur Lage ihres Unternehmens, zum Marktumfeld, zur Wettbewerbsfähigkeit sowie zum Stand der Digitalisierung zu teilen. Mit dem „Made in Austria IndustriePANEL: Zukunft Produktionsarbeit Österreich“ erhebt das Institut für Managementwissenschaften der TU Wien gemeinsam mit Fraunhofer Austria, der FHWien der WKW, EIT Manufacturing East und dem Fachverband Metalltechnische Industrie (FMTI) die Bedürfnisse, Erwartungen und Herausforderungen von Industrie und Gewerbe.

Die Ergebnisse der Panelbefragung 2025 zeigen, dass die österreichische Produktionswirtschaft weiterhin unter erheblichem Druck steht. Nur rund die Hälfte der befragten Unternehmen bewertete ihre aktuelle Geschäftslage als positiv – der niedrigste Wert seit Beginn der Studie im Jahr 2019. Zugleich sahen mehr als 85 Prozent der Befragten eine Verschlechterung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Österreich in den vergangenen fünf Jahren. Trotz dieser angespannten Lage investieren viele Unternehmen weiterhin in Innovation, Digitalisierung und nachhaltige Produktionsstrategien.

Um langfristige Trends und Veränderungen verlässlich sichtbar zu machen, basiert das MiA-IndustriePANEL auf einem standardisierten Fragenkatalog, der jährlich um aktuelle Schwerpunktthemen ergänzt wird. Im Jahr 2026 stehen insbesondere die Themen Deindustrialisierung, Arbeitszeitmodelle und Kreislaufwirtschaft im Fokus.

ZWISCHEN STRUKTURELLEM DRUCK UND INNOVATIONSKRAFT

Die Ergebnisse der Studie 2025 verdeutlichen die Herausforderungen für die heimische Industrie: steigende Kosten, geopolitische Unsicherheiten und strukturelle Wettbewerbsnachteile belasten viele Unternehmen. Gleichzeitig arbeiten zahlreiche Betriebe aktiv an zukunftsfähigen Lösungen, etwa durch Investitionen in Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Kreislaufwirtschaft.

„Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sind viele Unternehmen bereit, den industriellen Wandel aktiv zu gestalten und neue Technologien in ihre Produktionsprozesse zu integrieren“, betont Studienleiter Sebastian Schlund, Leiter des Forschungsbereichs Industrial Engineering am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien und Geschäftsführer von Fraunhofer Austria.

WICHTIGE EMPIRISCHE GRUNDLAGE FÜR INDUSTRIE, FORSCHUNG UND POLITIK

Das MiA-IndustriePANEL, an dem sich jährlich mehr als 100 Vertreter:innen österreichischer Produktionsunternehmen beteiligen, liefert eine wichtige empirische Grundlage, um Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und Handlungsspielräume für die Zukunft der Produktionsarbeit in Österreich aufzuzeigen. Ziel der seit 2019 regelmäßig durchgeführten Studie ist es, den Status quo sowie die Zukunftserwartungen der österreichischen Produktionsunternehmen methodisch fundiert abzubilden.

Themen wie Automatisierung, Digitalisierung, Assistenzsysteme und nachhaltige Produktion spielen dabei eine zentrale Rolle. Die kontinuierliche Erhebung macht Entwicklungen im Zeitverlauf sichtbar und liefert evidenzbasierte Impulse für Wirtschaft, Forschung und Politik.

PRÄSENTATION DER STUDIENERGEBNISSE IM HERBST 2026

Die Ergebnisse der achten Panelstudie werden am Montag, den 19. Oktober 2026, im Rahmen des Made in Austria IndustrieFORUM im TUtheSky an der TU Wien präsentiert. Neben der Vorstellung der Studienergebnisse erwarten die Teilnehmer:innen Vorträge und Diskussionen mit Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Der thematische Schwerpunkt der Veranstaltung liegt in diesem Jahr auf „Deep Tech“ und den technologischen Perspektiven der industriellen Entwicklung.

Alle Teilnehmer:innen des MiA-IndustriePANEL 2026 sind eingeladen, die Veranstaltung kostenlos zu besuchen und sich mit Vertreter:innen aus Industrie und Forschung über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsfragen der Produktionsarbeit in Österreich auszutauschen.

Weitere Informationen zur Teilnahme sowie die Ergebnisse der bisherigen Studien sind auf der Projektwebsite verfügbar: https://www.tuwien.at/mwbw/im/made-in-austria

Kontakt:
TU Wien

FMTI
E-Mail: fti@fmti.at

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